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Veröffentlicht: 13.06.2017, 08:16 Uhr

Russland-Affäre Will Trump Sonderermittler Mueller entlassen?

Robert Mueller soll als Sonderermittler die möglichen Russland-Kontakte von Trumps Team untersuchen. Angeblich erwägt der Präsident deshalb, Mueller wie FBI-Chef Comey zu entlassen.

© AFP Robert Mueller, Sonderermittler in der Russland-Affäre: Plant Trump nach Comeys Entlassung auch seine?

Der amerikanische Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben eines Vertrauten, nach dem früheren FBI-Chef James Comey auch den in der Russland-Affäre eingesetzten Sonderermittler Robert Mueller zu entlassen. Trump ziehe in Betracht, „die Sonderermittlung vielleicht zu beenden“, sagte Trumps Freund Christopher Ruddy am Montagabend im Fernsehsender PBS. Persönlich würde er dies jedoch für einen „sehr großen Fehler“ halten, fügte Ruddy, der das konservative Nachrichtenportal Newsmax leitet, hinzu.

Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte, Ruddy spreche nur „für sich selbst“ und nicht für die Trump-Regierung. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf eine Trump nahestehende Quelle, dem Präsidenten werde „von vielen Leuten“ dazu geraten, Mueller nicht zu entlassen. Der demokratische Obmann im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhaus, Adam Schiff, warnte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter vor einer Entlassung Muellers. Sollte Trump den Sonderermittler feuern, werde der Kongress ihn umgehend wieder einsetzen, schrieb Schiff. „Verschwenden Sie nicht unsere Zeit“, fügte der Abgeordnete an Trump gewandt hinzu.

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Das amerikanische Justizministerium hatte den früheren FBI-Chef Mueller Mitte Mai zum Sonderermittler in der Affäre um die möglicherweise illegalen Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam ernannt. Zuvor hatte Trump FBI-Chef Comey entlassen, der ebenfalls in der Russland-Affäre ermittelt hatte. Die amerikanische Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps vor. Moskau dementiert dies entschieden.

© AP, reuters Ex-FBI-Chef Mueller soll Trumps Verbindungen zu Russland untersuchen

Am Dienstag steht in der  Russland-Affäre eine weitere brisante Anhörung im Senat an: Nach Comey wird Justizminister Jeff Sessions vom Geheimdienstausschuss befragt. Dabei wird es um die Umstände von Comeys Entlassung. Der Justizminister dürfte aber auch zu seinen Kontakten zum russischen Botschafter befragt werden, die er während seines Nominierungsverfahrens verschwiegen hatte.

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Von Christian C. Meier

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