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Russland-Affäre : Früherer Trump-Mitarbeiter will doch mit Sonderermittler kooperieren

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Der ehemalige Trump Berater Sam Nunberg nach einem Interview bei dem Sender CNN, in dem er verkündete, sich der Zwangsvorladung durch Sonderermittler Mueller nicht beugen zu wollen. Bild: EPA

Am Montag erklärt Sam Nunberg noch, dass er nicht mit dem Team von Sonderermittler Mueller in der Russland-Affäre zusammenarbeiten werde. Dann vollzog der frühere Trump-Mitarbeiter eine Kehrtwende.

          Ein früherer Wahlkampfmitarbeiter von Donald Trump hat im Zusammenhang mit den Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller für eine heftige Debatte gesorgt. Erst erklärte Sam Nunberg am Montag, er weigere sich mit dem Team von Mueller zusammenzuarbeiten. Der „Washington Post“ sagte Nunberg, er habe von Mueller eine Anordnung erhalten, am Freitag vor einer Grand Jury zu erscheinen. Er werde dem aber nicht nachkommen. Er werde Mueller auch keine Dokumente übergeben, die dieser angefordert habe. Am Abend kam dann die Kehrtwende. Der Nachrichtenagentur „Associated Press“ sagte Nunberg, dass er doch kooperieren wolle.

          Nunberg hatte Trumps Wahlkampfteam bereits im August 2015 verlassen müssen – also zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Er wurde wegen rassistischer Äußerungen gefeuert. Der Sonderermittler verlangt nun sämtliche E-Mails, die Nunberg mit Personen der Kampagne ausgetauscht hatte, unter anderem Donald Trump selbst, Stephen Bannon und Paul Manaford.

          In einem Interview des Senders MSNBC sagte Nunberg am Montag, er kooperiere nicht mit Mueller, weil es „absolut lächerlich“ sei, was das Team des Sonderermittlers von ihm verlange. Er sehe nicht ein, warum er sämtliche E-Mails raussuchen müsse, nach denen er gefragt worden sei. Nunberg sagte in dem Interview auch, er sei kein Fan von Trump. Dieser habe ihn während des Wahlkampfes „sehr schlecht“ behandelt. Er stimme aber mit Trump darin überein, dass es sich bei den Russland-Ermittlungen um eine „Hexenjagd“ handele. Trump habe nicht mit Russland zusammengearbeitet. Auf die Frage, ob Mueller etwas gegen Trump in der Hand habe, sagte Nunberg, er denke, dass dies möglicherweise der Fall sei. Er wisse dies aber nicht sicher.

          Sonderermittler Mueller untersucht eine Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl und mögliche Absprachen mit dem Trump-Team. Er hat seine Ermittlungen immer mehr ausgeweitet. Im August 2017 setzte er eine Grand Jury ein. Die Hauptaufgabe eines solchen Gremiums ist es, vorliegende Beweise in möglichen Verbrechensfällen zu prüfen und zu entscheiden, ob Anklage erhoben werden soll.

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