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Protest gegen Rechtsextreme : Demonstranten zerstören Konföderierten-Statue

  • Aktualisiert am

Vom Sockel gestoßen: die Statue des Truppen-Befehlshabers der Südstaaten Robert E. Lee Bild: dpa

Eine direkte Antwort auf die Gewalt von Charlottesville: In North Carolina haben Demonstranten ein Denkmal beschädigt. Es erinnerte an Soldaten der ehemaligen Südstaaten – auf die amerikanische Rechtsextreme gerne Bezug nehmen.

          Eine Demonstrantin zurrte die Schlinge fest, dann stürzte sie zusammen mit Umstehenden das Denkmal: Bei einer Protest-Aktion gegen Rassismus und Rechtsextremismus haben Demonstranten im amerikanischen Bundesstaat North Carolina ein Denkmal für Soldaten der ehemaligen Südstaaten Amerikas vom Sockel gerissen.

          Auf Aufnahmen des amerikanischen Senders WNCN vom Montag (Ortszeit) war zu sehen, wie die Demonstranten die Statue stürzten und danach auf sie eintraten. Das Denkmal aus dem Jahr 1924 stand für Soldaten, die auf der Seite der Konföderierten Staaten im Amerikanischen Bürgerkrieg starben.

          Nach Angaben der Veranstalter war die Aktion als direkte Antwort auf die Zusammenstöße von Rassisten und Gegendemonstranten in der amerikanischen Universitätsstadt Charlottesville vom Wochenende zu verstehen. Zahlreiche Menschen wurden dabei verletzt, die 32 Jahre alte Heather Heyer starb, als ein mutmaßlicher Rechtsextremist mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten fuhr.

          Welche Rolle Symbole des amerikanischen Bürgerkriegs in aktuellen politischen Auseinandersetzungen spielen können, hatte sich auch in Charlottesville gezeigt. Anlass für die Demonstration war nämlich die Entfernung einer Statue Robert E. Lees, des Befehlshabers der Südstaaten-Truppen im amerikanischen Bürgerkrieg.

          Die Südstaaten kämpften für den Fortbestand der Sklaverei, mussten aber 1865 kapitulieren – womit die Legende vom verlorenen Glanz des Südens geboren war, an die rechtsradikale Amerikaner teilweise anknüpfen, wenn sie eine Dominanz der weißen Rasse beschwören.

          Ein Demonstrant tritt in Durham gegen die gestürzte Statue.

          Knapp zwei Tage nach den Ausschreitungen in Virginia distanzierte sich der amerikanische Präsident Donald Trump am Montag doch noch ausdrücklich von Rechtsextremisten. „Rassismus ist schlimm“, sagte der Republikaner bei einer Pressekonferenz in Washington, nachdem die Öffentlichkeit zuletzt mit großer Empörung auf seine erste Aussagen zu Charlottesville reagiert hatte.

          Nun kritisierte Trump konkret Gruppen wie den Ku-Klux-Klan sowie Neonazis. Sie stünden allem entgegen, was Amerikaner wertschätzten, erklärte der amerikanische Präsident.

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