http://www.faz.net/-gpf-90tnu

Trumps Chefstratege : Bannon hält Nordkorea nur für „Nebenschauplatz“

  • Aktualisiert am

Chefstratege Steve Bannon sieht in China den eigentlichen Gegner der Vereinigten Staaten. Bild: dpa

Trumps Chefstratege Steve Bannon widerspricht seinem Boss. Er sieht Amerikas eigentlichen Gegner woanders. Und lästert im selben Interview über weiße Nationalisten.

          Der Chefstratege von Amerikas Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat seinem Boss im Zusammenhang mit Nordkorea widersprochen. Es gebe „keine militärische Lösung“ des Atomkonflikts mit Pjöngjang, zitierte die Internetseite „American Prospect“ Bannon am Mittwoch (Ortszeit). Trump hatte Nordkorea zuvor mit einem militärischen Eingreifen gedroht.

          Die Konfrontation mit Nordkorea sei „nur ein Nebenschauplatz“, sagte der Stratege dem linksgerichteten Online-Medium demnach. In Wahrheit drehe sich alles um den Handelskonflikt mit Peking. „Der Wirtschaftskrieg mit China ist alles. Und wir müssen uns wahnsinnig darauf konzentrieren“, zitierte „American Prospect“ Bannon. Ansonsten würden die Vereinigten Staaten in spätestens zehn Jahren deutlich gegenüber Peking an Einfluss verlieren.

          Abfällig äußerte sich Bannon in dem Interview auch über weiße Nationalisten, die er früher als Chef des rechtsgerichteten Internet-Portals Breitbart unterstützt hatte. Sie seien „Loser“ und eine „Ansammlung von Clowns“, sagte er.

          Bannon gilt in Washington als angeschlagen, in amerikanischen Medien mehren sich Spekulationen über seinen Rauswurf. Zuletzt hatte Trump ihn zwar einen „guten Mann“ genannt. Seine Zukunft im Weißen Haus ließ er aber offen.

          Weitere Themen

          Klagen gegen Trump-Regierung Video-Seite öffnen

          Familientrennung an Grenze : Klagen gegen Trump-Regierung

          Die Eltern im Gefängnis, ihre Kinder in Auffanglagern: Tausende Familien wurden an der Grenze der Vereinigten Staaten voneinander getrennt. Mehrere amerikanische Bundesstaaten wollen die Trump-Regierung deswegen verklagen.

          Topmeldungen

          Bundesinnenminister Horst Seehofer

          Horst Seehofer : „Das werden wir uns nicht gefallen lassen“

          Der CSU-Chef wirft Angela Merkel vor, im Asylstreit „aus einer Mücke einen Elefanten zu machen“. Die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin will er nicht hinnehmen. Die SPD beklagt, die Union schade dem ganzen Land.
          Logo von WhatsApp

          Messenger-Dienste : Barley will WhatsApp zur Öffnung zwingen

          Wer nur WhatsApp nutzt, kann keine Nachrichten an andere Messenger-Dienste schicken. Justizministerin Barley möchte das ändern. Sie fordert von den Apps offene Schnittstellen – und will damit den Wettbewerb beleben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.