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Militärshow zu teuer : Wer ist schuld an der Paraden-Posse?

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump salutiert nach seinem Ankunft auf dem Dubuque Regionalflughafen. Bild: dpa

Donald Trump muss zumindest in diesem Jahr auf eine Militärparade in Washington verzichten. Nun hat er eine Schuldige gefunden. Dabei gibt es sehr nachvollziehbare Gründe für die Kosten.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die für November geplante Militärparade abgesagt und den Politikern der Bundeshauptstadt Washington die Schuld dafür gegeben. Die Vertreter der Stadt hätten einen „lächerlich hohen Preis“ für die Parade veranschlagt, deswegen habe er sie abgesagt, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.

          Die Kosten für das Event waren tatsächlich auf Kritik gestoßen. Allerdings bezogen sich die hohen Summen vor allem auf den Beitrag des Pentagons. Das Weiße Haus hatte die Kosten auf einen Wert zwischen zehn und 30 Millionen Dollar taxiert. Zuletzt berichtete der Sender CNBC aber über eine Schätzung von 92 Millionen Dollar.

          Das Verteidigungsministerium hatte bereits am Donnerstagabend (Ortszeit) mitgeteilt, dass die Parade nicht mehr in diesem Jahr stattfinden soll.

          Die Inspiration kommt aus Paris

          Kurz danach meldet sich die Bürgermeisterin Washingtons, Muriel Bowser, zu Wort. Sie sei die Lokalpolitikerin gewesen, die Trump gemeint habe. Sie sei „endlich zu dem Reality-TV-Star im Weißen Haus durchgedrungen“, um ihm die Fakten über die Kosten solcher Veranstaltungen mitzuteilen. Ihren Angaben zufolge hätte die Parade etwa 21 Millionen Dollar gekostet.

          Der Präsident der Vereinigten Staaten stellte in Aussicht, dass die Parade im nächsten Jahr durchgeführt werden könnte – sofern die Kosten massiv heruntergesetzt werden würden. „Jetzt können wir mehr Düsenjäger kaufen!“, twitterte er.

          Trump kündigte am Freitag an, am 11. November an Feiern in Paris teilzunehmen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will dort zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg zahlreiche Spitzenpolitiker der einstigen Kriegsparteien versammeln. Anfang des Jahres hatte er angekündigt, rund 80 Staats- und Regierungschefs einzuladen. Nähere Details zum Ablauf der Gedenkfeierlichkeiten sind bislang nicht bekannt.

          Trump hatte die Idee einer Militärparade in Washington aufgebracht, nachdem er von Macron zur traditionellen Parade auf den Champs Elysees in Paris eingeladen worden war und vollends begeistert davon war. Allerdings stieß die Idee auf wenig Gegenliebe – und auf Sachzwänge. So sind die Straßen in Washington nicht für das Befahren mit Kettenfahrzeugen ausgelegt.

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