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Militärhilfen gekürzt : Ägypten empört über Washington

  • Aktualisiert am

Kushner beim Treffen mit Präsident al Sisi Bild: AP

Aus Verärgerung über gekürzte Militärhilfen wollte der ägyptische Außenminister zunächst nicht mit Trump-Berater Kushner zusammentreffen. Am Ende trafen sich die beiden doch noch, der Ton blieb deutlich.

          Ägypten hat empört auf die Entscheidung Washingtons reagiert, die für Kairo bestimmte Militär- und Wirtschaftshilfe um 96 Millionen Dollar zu kürzen und 195 Millionen Dollar an Militärhilfe zurückzuhalten. Das ägyptische Außenministerium erklärte am Mittwoch, der Schritt zeuge von einer „Fehleinschätzung der Natur der strategischen Beziehungen“.

          Außenminister Sameh Shoukry traf in Kairo mit Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater von Präsident Donald Trump, zusammen, nachdem es zunächst geheißen hatte, Kairo habe das Treffen aus Protest abgesagt. Das amerikanische Außenministerium ließ erkennen, die Einschränkung der Mittel sei eine Reaktion auf die ausbleibenden Fortschritte Kairos auf dem Feld der Menschenrechte sowie auf ein neues Gesetz, das die Arbeitsbedingungen der Nichtregierungsorganisationen stark einschränkt.

          Auch die Verbindungen Kairos zum Regime in Nordkorea spielten nach Berichten der amerikanischen Presse eine Rolle. Das mit großer Brutalität herrschende Regime von Präsident Abd al Fattah al Sisi ist mit Wirtschaftsproblemen, Unzufriedenheit der Bevölkerung und islamistischem Terrorismus konfrontiert. Trump hatte Sisi nach einem Treffen im April noch in den höchsten Tönen gelobt. Ägypten erhält im Jahr etwa 1,3 Milliarden Dollar Militärhilfe.

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