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Donald Trumps Kandidatin : Senat bestätigt Kirstjen Nielsen als Amerikas Heimatschutzministerin

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Der amerikanische Senat bestätigte am Dienstag Donald Trumps Vorschlag, Kirstjen Nielsen zur neuen Heimatschutzministerin zu machen. Bild: Reuters

Spezialistin für Cybersicherheit und Vertraute von Stabschef John Kelly: Die 45 Jahre alte Anwältin Kirstjen Nielsen soll als Ministerin nun ein zentrales Wahlversprechen Trumps vorantreiben.

          Der amerikanische Senat hat Kirstjen Nielsen als neue Heimatschutzministerin bestätigt. Die Senatoren votierten am Dienstag (Ortszeit) mit 62 zu 37 Stimmen für die 45 Jahre alte Spezialistin für Cybersicherheit, die der amerikanische Präsident Donald Trump im Oktober für den Schlüsselposten vorgeschlagen hatte. Somit stimmten auch mindestens zehn Senatoren der oppositionellen Demokraten für die Nielsen als Nachfolgerin von John Kelly.

          Die Anwältin Nielsen war bislang Stellvertreterin von Stabschef John Kelly im Weißen Haus und arbeitete bereits früher in dem für Anti-Terror-Maßnahmen und den Grenzschutz zuständigen Ministerium.

          Der Posten des Heimatschutzministers war frei geworden, als Amtsinhaber Kelly Ende Juli ins Weiße Haus gewechselt war. Seither führte Elaine Duke übergangsweise das Ressort. Nielsen ist eine enge Vertraute Kellys. Sie war seine Beraterin im Heimatschutzministerium und folgte ihm ins Weiße Haus. Dort war sie zusammen mit Kelly dafür zuständig, Disziplin und Geschlossenheit im Stab des Präsidialamtes durchzusetzen.

          Kelly soll hart für die Nominierung seiner Mitarbeiterin gekämpft haben, die sich letztlich gegen mehrere andere Kandidaten durchsetzen konnte. Nielsen arbeitete bereits unter dem früheren Präsidenten George W. Bush im Heimatschutzministerium, wo sie für rechtliche Belange im Bereich der Verkehrssicherheit zuständig war. Später gründete sie eine Beratungsfirma für Risikomanagement und arbeitete unter Bush im Heimatschutzgremium des Weißen Hauses.

          Dem Heimatschutzministerium kommt eine zentrale Rolle zu bei Trumps Vorhaben, die illegale Einwanderung in die Vereinigten Staaten zu unterbinden und die Grenzsicherheit zu verstärken. Seit Trumps Amtsantritt sind unter Federführung des Ministeriums die Razzien gegen Immigranten ohne Aufenthaltsrecht ausgeweitet worden.

          Quelle: alri./dpa/AFP

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