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Veröffentlicht: 28.11.2016, 22:38 Uhr

Amerikanische Präsidentenwahl Jetzt soll auch in Pennsylvania neu ausgezählt werden

Die Kandidatin der amerikanischen Grünen lässt nicht locker: Jill Stein will nun auch in Pennsylvania die Stimmen neu zählen lassen. Donald Trump reagiert verärgert.

© AP Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein.

Die Präsidentschaftskandidatin der Grünen in den Vereinigten Staaten, Jill Stein, hat nun auch in Pennsylvania den Antrag gestellt, die Stimmen neu auszuzählen. Bislang hatte sie das nur im Bundesstaat Wisconsin getan. Zudem kündigte sie an, am Mittwoch noch die Neuauszählung der Stimmen in Michigan formell beantragen.

In den drei Staaten hatte der republikanische Kandidat Donald Trump jeweils knapp gegen seine Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten gewonnen. Sein überraschender Sieg in diesen drei Schlüsselstaaten war ein Ausschlag gebender Faktor für seinen Gesamtsieg bei der Wahl. Dass die Neuauszählungen etwas am Wahlsieg Trumps ändern, gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich.

Das Clinton-Team hat sich der Initiative der Grünen für die Überprüfung der Wahlergebnisse mittlerweile angeschlossen. In Wisconsin wurde die Neuauszählung laut Medienberichten am Montag von der Wahlbehörde genehmigt, sie könnte am Donnerstag beginnen.

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Trump reagierte wütend auf die Initiativen. Er konterte mit dem Vorwurf, es habe massenhafte Unregelmäßigkeiten zugunsten Clintons gegeben. Millionen von Menschen hätten „illegal“ ihre Stimme abgegeben, in den von Clinton gewonnenen Staaten Kalifornien, New Hampshire und Virginia habe es „ernsthaften Wahlbetrug“ gegeben.

Das Weiße Haus wies die Vorwürfe Trumps zurück. Für dessen Anschuldigungen gebe es keine Beweise, sagte der Sprecher des Präsidialamts, Josh Earnest.

Unterdessen wurde bekannt, dass Trump auch den Bundesstaat Michigan offiziell gewonnen hat. Trump habe sich mit einem Vorsprung von 10.700 Stimmen gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durchgesetzt, teilte die Wahlleitung in Michigan am Montagabend mit. Das Ergebnis war so knapp, dass es fast drei Wochen dauerte, bis es nun feststeht. Damit erhöht sich Trumps Vorsprung bei den Wahlmännern um 16 auf 306 gegenüber 232 für Clinton.

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