http://www.faz.net/-gpf-95prl

Joe Arpaio tritt an : Trumps härtester Sheriff will Senator werden

  • Aktualisiert am

Wegen seines harten Umgang mit Gefangenen – insbesondere mit Migranten – erhielt Joe Arpaio den Beinamen „Härtester Sheriff Amerikas“. Bild: dpa

Sein harter Umgang mit Gefangenen hätte ihn fast ins Gefängnis gebracht – bis Donald Trump ihn begnadigte. Nun will der frühere Sheriff Joe Arpaio in den Senat, um für seinen Fürsprecher zu kämpfen.

          Der umstrittene Ex-Sheriff Joe Arpaio, der im vergangenen Jahr vom amerikanischen Präsident Donald Trump begnadigt wurde, bewirbt sich für die Kandidatur der Republikaner um einen Senatssitz in Arizona. Das teilte der 85-Jährige am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er kandidiere, weil er Trumps Agenda unterstützen wolle, erklärte er.

          Bei dem Senatsrennen geht es um die Nachfolge des Trump-Kritikers Jeff Flake. Die parteiinterne Vorwahl der Republikaner findet im August statt. Es gibt bereits mehrere andere Bewerber. Die eigentliche Wahl ist im November.

          Arpaio ist in der Vergangenheit wegen seiner äußerst harschen und erniedrigenden Behandlung von Gefangenen und seines harten Vorgehens gegen illegal eingewanderte Menschen immer wieder in die Schlagzeilen geraten.

          Während seiner langen Amtszeit im US-Bundesstaat Arizona wurden zahlreiche Strafanzeigen gegen Arpaio erstattet. Im vergangenen Juli wurde er von einem Bundesgericht in Phoenix für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe. Ihm drohten sechs Monate Haft, das Strafmaß sollte im Oktober festgesetzt werden. Präsident Trump begnadigte Arpaio jedoch im August. Das sorgte für massive Kritik - auch in den Reihen der Republikaner.

          Weitere Themen

          „Souvlaki statt Seehofer“ Video-Seite öffnen

          #ausgehetzt in München : „Souvlaki statt Seehofer“

          Sie prangerten an, dass Seehofer, Söder und Co. eine Politik der Spaltung betreiben würden und demonstrierten gegen den Rechtsruck. Im Vorfeld hatte eine bizarre Plakatierungsaktion der Partei für Aufruhr gesorgt.

          Aufnahme von Weißhelmen bestätigt Video-Seite öffnen

          Außenminister Maas : Aufnahme von Weißhelmen bestätigt

          In einer Hilfsaktion hat Israel mehrere hundert syrische Weißhelme und deren Familien aus Syrien in Sicherheit gebracht. Sie sollen anschließend nach Jordanien und dann nach Deutschland, Kanada und Großbritannien weitergeleitet werden.

          Topmeldungen

          Mesut Özil verabschiedet sich mit einem Rundumschlag aus der Nationalmannschaft

          Rücktritt von Mesut Özil : Abrechnung in drei Akten

          Der Rücktritt von Mesut Özil und viel mehr noch seine Begründung sind ein fatales Zeichen, für den deutschen Fußball, für die deutsche Gesellschaft. In vielem ist der Weltmeister von 2014 jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Ein Kommentar.

          Vor Treffen mit EU : Washington will Wegfall von Zöllen vorantreiben

          Zum Abschluss des G20-Treffens erklärt der amerikanische Finanzminister Mnuchin, Trump gehe es nicht um Protektionismus, sondern um fairen Handel für sein Land. Scholz sieht keine Alternative zur multilateralen Zusammenarbeit.

          Weißhelme in Syrien : Die schwierige Rettung der Retter

          In einer spektakulären Aktion wurden mehrere hundert „Weißhelme“ aus Syrien gebracht. Die Zeit zur Rettung der Zivilschützer war knapp geworden. Acht von ihnen werden mit ihren Familien nach Deutschland kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.