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Sorgen wegen Trump : „Die Partei liegt im Sterben“

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Kein Freund von Trump: Jeff Flake, republikanischer Senator aus Arizona. Bild: AP

Ein prominenter amerikanischer Republikaner sorgt sich um seine Partei. Sollte Präsident Trump eine zweite Amtszeit anstreben, könnte es zum Konflikt kommen.

          Amerikas Präsident Donald Trump muss nach den Worten des republikanischen Senators Jeff Flake womöglich mit einem Gegenkandidaten aus seiner eigenen Partei rechnen, sollte er bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Sollte Trump eine Wiederwahl anstreben und seine bisherige Politik fortsetzen, werde es eine große Wählerschicht geben, „die sich nach etwas anderem umsehen wird“, sagte Flake am Sonntag dem Sender ABC.

          In dem Fall müsse Trump bei der Wahl mit einem unabhängigen Rivalen rechnen sowie bei der Vorwahl der Republikaner möglicherweise mit einem Gegenkandidaten aus den eigenen Reihen, sagte Flake.

          Auf die Frage, ob er 2020 selbst antreten könnte, reagierte der konservative Senator aus Arizona zurückhaltend. „Ich schließe nichts aus, doch gehört dies derzeit nicht zu meinen Plänen“, sagte er. Der 54-Jährige hatte im Oktober angekündigt, dass er bei den Senatswahlen in einem Jahr nicht kandidieren werde, weil er nicht „Komplize“ einer „rücksichtslosen“ Präsidentschaft sein wolle.

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          In dem ABC-Interview warnte Flake vor dem derzeitigen Kurs der Republikaner. Die Partei liege im Sterben, warnte er. Sie spreche vorwiegend „alte weiße Männer“ an, „deren Zahl aber ist begrenzt“. Zudem machten Wut und Verbitterung noch keine „Regierungsphilosophie“ aus, fügte Flake hinzu, der als einer der wenigen Republikaner sowohl Trump persönlich als auch dessen Politik kritisiert.

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