http://www.faz.net/-gpf-9b7fm

Interview bei Fox News : Trump relativiert Verbrechen in Nordkorea

  • Aktualisiert am

Der Amerikaner Otto Warmbier saß in nordkoreanischer Haft und starb kurz nach seiner Heimkehr in die Vereinigten Staaten an den Folgen. Bild: AP

Donald Trump hält den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un für einen „schlauen Kerl“ und sieht die Lage der Menschenrechte in dessen Land unter einem eigenen Gesichtspunkt.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Menschenrechtsverbrechen der nordkoreanischen Führung relativiert. „Viele andere Leute haben einige wirklich schlimme Sachen gemacht, ich meine, ich könnte viele Länder durchgehen, wo viele schlimme Sachen gemacht wurden“, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News nach seinem Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Trump lobte Kim zudem als „einen sehr schlauen Kerl“ und „großartigen Verhandler“. „Ich glaube, wir verstehen uns“, so der amerikanische Präsident.

          Nach Angaben von Trumps eigenem Außenministerium hält Nordkorea zwischen 80.000 und 120.000 politische Gefangene als Zwangsarbeiter in Lagern fest, wo sie Folter und dem Hungertod ausgesetzt sind. Kim wird auch verdächtigt, die Ermordung seines Halbbruders Kim Jong-nam 2017 in Malaysia in Auftrag gegeben zu haben.

          Kim und Trump waren am Dienstag zu einem historischen Gipfeltreffen in Singapur zusammengekommen, wo sie nebeneinander vor den Flaggen ihrer jeweiligen Länder posierten. Kritiker monieren, der Gipfel habe Kim legitimiert, zudem sei es mehr um Schlagzeilen als um inhaltliche Fortschritte gegangen.

          Trump hatte in dem Fox-Interview auch nette Worte für Chinas Präsidenten Xi Jinping: Dieser sei „ein unglaublicher Typ“, er sei „im Grunde Präsident auf Lebenszeit“. Das sei „ziemlich gut“.

          Weitere Themen

          Familien mit Kindern inhaftieren Video-Seite öffnen

          Trump lenkt ein : Familien mit Kindern inhaftieren

          Das radikale Vorgehen der amerikanischen Behörden bei illegalen Einwanderern sorgt selbst in der republikanischen Partei für zunehmende Kritik. Nach einem innerparteilichen Treffen unterstützt US-Präsident Donald Trump nunmehr zwei Gesetzesentwürfe seiner Partei.

          Trump will eigene Weltraumarmee Video-Seite öffnen

          Dominanz im All : Trump will eigene Weltraumarmee

          Größer, schneller, weiter: Präsident Donald Trump will eine amerikanische Dominanz im All haben. Die Space Force soll als eigenständiger Teil der Streitkräfte die Vereinigten Staaten im Weltraum verteidigen.

          Topmeldungen

          Flüchtlinge gehen nahe Wegscheid in Bayern im Oktober 2015 hinter einem Fahrzeug der Bundespolizei her.

          Asylstreit-Kommentar : Wege gegen den Andrang

          Ankerzentren könnten für die gesamte EU Vorbild sein. Und zeigen, dass schnelle Verfahren, konsequente Rückführung und Abkommen mit den nordafrikanischen Staaten Wege sind, um den Andrang zu kanalisieren.

          3:0 gegen Argentinien : Kroatien befördert Messi und Co. an den Abgrund

          Die vorangegangenen drei Niederlagen bei Weltmeisterschaften hat Argentinien allesamt gegen Deutschland hinnehmen müssen. Nun bricht Kroatien diese Serie und zieht ins Achtelfinale ein. Argentinien droht das erste Vorrunden-Aus seit 2002.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.