http://www.faz.net/-gpf-8r2gf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 19.01.2017, 18:55 Uhr

F.A.Z. exklusiv Guttenberg: Berlin muss hart auf Trump antworten

Der frühere Verteidigungsminister Guttenberg fordert von der Bundesregierung eine „Kultur der Verantwortung“. Die Amtseinführung von Trump sei der Moment, die Zurückhaltung abzulegen, schreibt Guttenberg in einem F.A.Z.-Gastbeitrag.

© Jens Gyarmaty Karl-Theodor zu Guttenberg bei einer Konferenz der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der F.A.Z.

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg fordert die Bundesregierung dazu auf, auf Donald Trumps „krude Vorstellungen klar, konstruktiv und gegebenenfalls hart“ zu antworten. „Dies mag nun der Moment sein, um auch in unserem Land aus der rührend gepflegten ,Kultur der Zurückhaltung‘ endlich eine ,Kultur der Verantwortung‘ erwachsen zu lassen“, schreibt Guttenberg in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Wir sollten uns darauf einrichten, hierfür mehr zu leisten.“

Es gebe „für die deutsche und europäische Politik keinen Grund, passiv und abwartend in die neue Beziehung einzutreten“. Wenn das „Erratische zur Normalität“ werde, komme der Grundsatztreue auf der Gegenseite umso größere Bedeutung zu.

Mehr zum Thema

Zu Trump schreibt Guttenberg: „Der kokett vorgetragene Mangel an Regierungserfahrung kann nicht allein durch Dealmaking kompensiert werden.“ Die Nato sei nicht obsolet, „aber – hier hat Trump sogar einen Punkt – dringend reformbedürftig“, so Guttenberg in der F.A.Z. „Es wäre fatal, wenn die deutsche Politik in einem Wahljahr lediglich die Militärskepsis unserer Bevölkerung bediente.“ Angesichts der geopolitischen Bedrohungen Europas, der Schwäche vieler Mitgliedstaaten und des gebremsten amerikanischen Engagements wachse Berlin, „ob es das will oder nicht, zwangsläufig eine Führungsrolle zu.“

Die Autorität in Sachen Freihandel sollte Europa nicht China überlassen. Es werde gewiss nicht leicht, Trump von der Abwegigkeit seines Ansatzes zu überzeugen. „Berlin wird dies aber eher gelingen als Peking. In einer Sprache, die Trump versteht: klar, konstruktiv und gegebenenfalls hart“, schreibt Guttenberg in der F.A.Z.

Den kompletten Gastbeitrag können Sie in der Freitagsausgabe der F.A.Z. oder ab 20.00 Uhr bei F.A.Z. PLUS und im E-Paper lesen.

Das zieht einem die Schuhe aus

Von Berthold Kohler

Rosneft ist kein Unternehmen wie Volkswagen. Der Konzern dient den Interessen des Kremls. Und der ehemalige Bundeskanzler Schröder künftig auch. Mehr 31

Zur Homepage