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Umstrittene Kandidatin : Geheimdienstausschuss für Gina Haspel als CIA-Direktorin

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Haspel ist umstritten, weil sie als CIA-Agentin im Jahr 2001 Verhörmethoden toleriert haben soll, die heute verboten sind und international als Folter betrachtet werden. Bild: dpa

Gina Haspel steht wegen ihrer Geheimdienst-Vergangenheit in der Kritik. Sie soll Foltermethoden in Verhören toleriert haben haben. Nun erhält sie eine Mehrheit im Senatsausschuss.

          Die wegen ihrer Geheimdienst-Vergangenheit umstrittene Gina Haspel hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu ihrer Bestätigung im Amt der CIA-Direktorin genommen. Der Geheimdienstausschuss des Senats habe mit deutlicher Mehrheit eine Empfehlung für Haspel ausgesprochen, teilten die Ausschussvorsitzenden Richard Burr und Mark Warner am Mittwoch mit.

          Ihre endgültige Bestätigung im Senat gilt damit als höchst wahrscheinlich. Die 61 Jahre alte Haspel, die den weitaus größten Teil ihrer 33-jährigen Dienstzeit undercover verbracht hat, leitet den amerikanischen Geheimdienst bereits kommissarisch. Sie soll Mike Pompeo nachfolgen, der nach der Entlassung von Rex Tillerson inzwischen zum Außenminister aufgestiegen ist.

          Haspel ist umstritten, weil sie als CIA-Agentin in der Zeit nach den Terroranschlägen von New York und Washington im Jahr 2001 Verhörmethoden toleriert haben soll, die heute verboten sind und international als Folter betrachtet werden. Darunter fällt auch das sogenannte Waterboarding, ein simuliertes Ertränken von Gefangenen. Die Vereinigten Staaten hatten unter der Regierung von Präsident George W. Bush gehofft, sie könnten von islamistischen Terroristen wichtige Erkenntnisse zur Terrorbekämpfung erpressen.

          Haspel hatte in der Zeit Berichten zufolge ein CIA-Geheimgefängnis in Thailand geleitet, wo mehrere Häftlinge den sogenannten „erweiterten Verhörmethoden“ unterzogen worden waren. Unklar ist jedoch, welche Rolle Haspel selbst dabei gespielt hat. Ihr wird ferner vorgeworfen, große Mengen an Beweismaterial über die Verhöre vernichtet zu haben. In ihrer Anhörung im Senat erklärte Haspel, ähnliche Methoden wolle sie nicht wieder einführen.

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