http://www.faz.net/-gpf-90y3v

Künftige Strategie : Trump will Afghanistan-Kurs verkünden

  • Aktualisiert am

Donald Trump mit Verteidungsminister James Mattis Bild: Reuters

Als Privatmann war Trump klar dafür, dass Amerika seine Truppen aus Afghanistan abzieht. Als Präsident hat er das Thema bisher allerdings gemieden. Jetzt will er seine künftige Strategie vorstellen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat über seinen künftigen Afghanistan-Kurs entschieden. Er will ihn am Montagabend in einer Rede an die amerikanischen Truppen und das Volk bekanntgeben, wie das Weiße Haus am Sonntag mitteilte. Trump war am Freitag mit führenden Köpfen seines Sicherheitsteams zu abschließenden Beratungen zusammengekommen, aber hatte danach lediglich getwittert, dass Entscheidungen zu Afghanistan gefallen seien.

          In der Mitteilung des Weißen Hauses hieß es, Trump wolle „über den künftigen Pfad beim amerikanischen Engagement in Afghanistan und Südasien informieren“. Trump hatte die Militärs mit der Ausarbeitung neuer Pläne beauftragt. Hintergrund sind wachsende Befürchtungen, dass die internationale Koalition und die Sicherheitskräfte der afghanischen Regierung im Kampf gegen Taliban und Al-Kaida zunehmend an Boden verlieren.

          Amerika hat derzeit 8400 Militärangehörige in Afghanistan stationiert. Die strategischen Optionen reichen von einer Aufstockung der Truppen über den umstrittenen Einsatz privater Söldner statt regulärer Soldaten bis hin zu einem Totalabzug.

          Amerika : Trump will neue Afghanistan-Strategie bekanntgeben

          Mattis sprach von „ausreichend gründlichem“ Entscheidungsprozess

          Verteidigungsminister James Mattis hatte im Juni die Befugnis zur Entsendung von 3800 zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan erhalten, aber das mit Blick auf die Ausarbeitung einer breiter angelegten Strategie bisher nicht umgesetzt. Dabei geht es nicht nur um Truppenstärken, sondern etwa auch um Wege, Druck auf Pakistan auszuüben, nicht länger afghanischen Taliban und anderen Extremisten einen Zufluchtsort zu bieten.

          Mattis bestätigte am Sonntag vor Journalisten, dass der künftige Kurs jetzt stehe, nannte aber keine Einzelheiten. Der Pentagonchef sprach aber von einem „ausreichend gründlichen“ Entscheidungsprozess, bei dem man nicht von einer vorab zementierten Position ausgegangen sei. Er sei sehr zufrieden damit.

          An den Beratungen am Freitag auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David nahmen neben Trump und Mattis unter anderen Außenminister Rex Tillerson, Vizepräsident Mike Pence und Topgeneräle teil.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Opposition oder Regierung? : Goldene Leitern für die SPD

          Wie bekommt man die Sozialdemokraten wieder vom Oppositionsbaum herunter? Für Bundeskanzlerin Merkel könnte es sich als Glücksfall erweisen, dass im Schloss Bellevue ein Bundespräsident von sozialdemokratischem Blute sitzt.
          Mitfühlende Mutter Merkel: Doch Minderheit ist Mist!

          Fraktur : So viel Dank war nie

          Es fehlte eigentlich nur noch, dass der Cem dem Horst bei einem Joint das „du“ anbot.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.