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Veröffentlicht: 21.03.2017, 04:44 Uhr

Ohne offizielles Amt Trumps Tochter Ivanka bekommt Büro im Weißen Haus

Beim Treffen mit Merkel war sie schon prominent platziert. Offenbar legt Donald Trump so viel Wert auf den Rat seiner Tochter, dass Ivanka nun ein Büro im West Wing bezieht. Bedenken versucht sie zu zerstreuen.

© EPA Im Weißen Haus sitzt Ivanka Trump vergangenen Freitag neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und gegenüber von ihrem Vater, Donald Trump.

Ivanka Trump, Tochter des amerikanischen Präsidenten, soll eigene Büroräume im West-Flügel des Weißen Hauses bekommen. Die 35-Jährige solle eine Sicherheitsfreigabe erhalten und noch diese Woche mit Kommunikationsmitteln der Regierung ausgerüstet werden, berichtet das Magazin Politico. Einen offiziellen Posten habe sie nicht, teilte ihre Anwältin Jamie Gorelick mit. Das wäre auch rechtlich nicht zulässig.

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Donald Trump sieht seine Tochter als wichtige Beraterin. Sie solle sich in seinem Auftrag unter anderem um Pläne für Kinderbetreuung und Mutterschutz kümmern, berichtet die Washington Post. Bei wichtigen Treffen im Weißen Haus, etwa mit Kanadas Premier Justin Trudeau oder kürzlich Angela Merkel, ist sie dabei. Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner arbeitet bereits als Trumps Berater im Weißen Haus.

Ivanka Trump will sich an alle Regeln halten

Dass Staats- oder Regierungchefs demokratisch nicht legitimierte Familienmitglieder ohne offizielle Rolle in die Regierungsgeschäfte einbeziehen, ist in westlichen Demokratien nicht üblich. Ivanka Trump besitzt nach wie vor ihre Unternehmen, hat aber ihre Führungspositionen dort aufgegeben. Sie werde keine Bezahlung erhalten und sich an alle Ethik-Regeln halten, die auch für offizielle Regierungsbedienstete gälten, sagte ihre Anwältin. Sie soll nicht vereidigt werden. „Ein erwachsenes Kind des Präsidenten zu haben, das aktiv in die Regierung eingebunden ist, ist Neuland“, räumte Gorelick ein.

Das letzte Gefecht

Von Berthold Kohler

Zügen, von denen Merkel glaubt, sie seien nicht mehr anzuhalten, hat sie sich noch nie in den Weg gestellt. So ist es nun auch bei der „Ehe für alle“. Mehr 222

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