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Nordkorea-Krise : Trump: Waffen sind geladen und entsichert

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Donald Trump hat den Ton gegenüber Nordkorea noch einmal verschärft: Die amerikanischen Waffen seien „geladen und entsichert“, schreibt er in einem Tweet. Bild: AP

Donald Trump hat seine Drohungen gegenüber Nordkorea weiter verschärft. Verteidigungsminister Mattis ist dagegen um Entspannung bemüht. Und in Südkorea werden Rufe nach Aufrüstung laut.

          Die Vereinigten Staaten haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump für einen etwaigen militärischen Konflikt mit Nordkorea aufgestellt. „Militärische Lösungen sind nun voll einsatzfähig, wir stehen Gewehr bei Fuß, sollte Nordkorea unklug handeln“, schrieb Trump am Freitag auf Twitter. „Hoffentlich findet Kim Jong-un einen anderen Weg“, fuhr Trump fort. Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis war indes um Entspannung bemüht.

          Im Nordkorea-Konflikt schaukelt sich die Rhetorik auf beiden Seiten seit Tagen hoch. Trump hatte am Dienstag zunächst gedroht, die Vereinigten Staaten würden „mit Feuer und Wut“ auf weitere Provokationen reagieren. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Angriff nahe der amerikanischen Pazifikinsel Guam.

          Trump legte am Donnerstag nach und erklärte, seine Botschaft sei „vielleicht nicht hart genug“ gewesen. „Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor.“ Nordkorea sollte „sehr, sehr nervös“ sein. Am Freitag dann erklärte er eine militärische Lösung sei vorbereitet. Mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber fügte er hinzu: „Hoffentlich findet Kim Jong-un einen anderen Weg.“

          Merkel warnt vor „Eskalation der Sprache“

          Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltete sich am Freitag von Berlin aus in den Konflikt ein und kritisierte die scharfe Rhetorik. „Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort“, sagte sie. Zudem rief sie dazu auf, die Bemühungen um eine friedliche Lösung zu verstärken. „Ich sehe auch keine militärische Lösung des Konflikts.“

          Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte wegen der wachsenden Spannungen sogar vor einem Atomkrieg gewarnt. Er erklärte zudem, dass er zur Lösung des Konflikts auf den Einfluss Chinas auf die Führung in Pjöngjang setze. Es sei gut, dass China die jüngste Verschärfung der Sanktionen mitgetragen habe, sagte Gabriel dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

          Pjöngjang müsse spüren, dass es mit einem derartig aggressiven Kurs „keine Partner in der Welt mehr hat“. Gleichzeitig betonte Gabriel, dass es für diesen Konflikt keine militärische Lösung gebe. „Die Risiken sind so gewaltig, für alle Beteiligten, in Korea sowieso, aber auch für die Region und die ganze Welt.“

          Der UN-Sicherheitsrat hatte am vergangenen Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft, um die Regierung in Pjöngjang im Streit um ihr Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen. Auch Nordkoreas wichtigster Verbündeter China unterstützte die neue Sanktionsrunde.

          Schulz: Lösung nach Vorbild des Atomdeals mit Iran

          SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz brachte eine diplomatische Lösung nach dem Vorbild des Atomdeals mit Iran ins Gespräch. „Vielleicht kann man mit einer vergleichbaren Vorgehensweise die nukleare Rüstungsbegrenzung in Nordkorea erreichen“, sagte der Parteichef der Sozialdemokraten. „Ich glaube, es ist die Stunde der Diplomatie, um zu vermeiden, dass es zu weiterer militärischer Eskalation kommt.“ Alle Vorschläge dazu von Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats müssten geprüft werden, sagte Schulz.

          Das Atomabkommen mit dem Iran wurde über Jahre ausgehandelt. Es soll sicherstellen, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Als Gegenleistung werden die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen das Land abgebaut. Neben den Vereinigten Staaten spielten auch die EU und Deutschland eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen.

          Mattis will sich auf diplomatische Bemühungen konzentrieren

          Der amerikanische Verteidigungsminister Mattis bemühte sich um Deeskalation und bezeichnete einen Krieg mit Nordkorea am Donnerstag als „katastrophal“. Er setze weiter auf Diplomatie. „Die Tragödie von Krieg ist allgemein bekannt, und wir brauchen keine weitere Beschreibung über die Tatsache hinaus, dass dies katastrophal wäre“, sagte Mattis. Es seien bereits „diplomatische Ergebnisse“ zu sehen, und diesen Weg wolle er fortsetzen. Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen.

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