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Rede in New York : Trump ermuntert Polizisten zu mehr Gewalt

  • Aktualisiert am

Donald Trump am Freitag im Suffolk Community College im Bundesstaat New York Bild: AFP

Ferguson, Baltimore oder Baton Rouge sind in Amerika als Orte von Polizeigewalt gegen Schwarze bekannt geworden. Für Präsident Trump ist ein Kopfschlag von Kriminellen gegen den Polizeiwagen trotzdem völlig in Ordnung.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Polizisten zur Anwendung von mehr Gewalt etwa bei Festnahmen ermuntert. Bei einer Veranstaltung von Gesetzeshütern auf Long Island in New York sagte er, für ihn sei ein viel härterer Umgang mit Festgenommenen völlig in Ordnung, etwa indem man ihren Kopf gegen den Polizeiwagen schlagen lasse. Der Präsident sagte auch, Polizisten sollten nicht zu nett sein, wenn sie Kriminelle in den Laderaum eines Polizeitransporters werfen würden.

          Mehrere Hundert Polizisten in Uniform im Publikum jubelten daraufhin laut und stimmten „USA, USA“-Sprechchöre an. Trump bezeichnete Mitglieder bestimmter Banden als Tiere. Er werde der Polizei immer 100 Prozent Rückendeckung geben, anders, als das in früheren Zeiten der Fall gewesen sei.

          Die Vereinigten Staaten haben ein großes Problem mit Polizeigewalt, die sich oft gegen Schwarze richtet. In den vergangenen Jahren gab mehrere bekannte Fälle, die über Amerika hinaus für Aufmerksamkeit sorgten und vor Ort zu großen Demonstrationen führten: Ferguson, Baltimore, Chicago oder Baton Rouge. Immer wieder werden Menschen bei Festnahmen verletzt oder getötet, ohne dass die Polizisten dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

          In sozialen Medien wurden Trumps Äußerungen ebenso scharf kritisiert wie der Jubel der Polizisten: Es sei unglaublich, dass der Präsident Ordnungshüter offen zur Gewalt auffordere. Es gab aber auch viel Zustimmung. Trump hat sich 2016 bereits als Kandidat mehrfach zustimmend zur Anwendung von Gewalt geäußert.

          Trump: Obama hat „Gangster“ ins Land gelassen

          Bei der Veranstaltung in Pennsylvania machte Trump bereits am Dienstag eine Ankündigung hinsichtlich der Bandenkriminalität aus Mittel- und Nordamerika: „Wir schicken sie nach Hause zurück, dahin, wo sie hingehören“, sagte er über die MS-13, die sogenannte Mara Salvatrucha. Diese Gruppen verdienen ihr Geld mit Prostitution, Erpressung, Drogen- und Waffenhandel. Trump wirft der Obama-Administration vor, dass sie die „Gangster“ während der vergangenen acht Jahre ins Land „gelassen“ hätte.

          Gegründet in den achtziger Jahren in Los Angeles, entwickelten sich die „Maras“ schnell zu einem Netzwerk, das heute vor allem in den mittelamerikanischen Ländern Nicaragua, El Salvador, Honduras und Mexiko wütet. Sie werden besonders für ihr äußerst brutales Vorgehen gefürchtet.

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