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Trump verteidigt Kommentar : Bezeichnung von Migranten als „Tiere“ bezog sich auf Kriminelle

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Donald Trump stellte seine Absichten hinter der „Tiere“-Aussage am Donnerstag richtig (Archivbild). Bild: AP

Donald Trump hat einige illegale Migranten als „Tiere“ bezeichnet und damit weltweit für Empörung gesorgt. Nun verteidigt sich der amerikanische Präsident: Mit der Aussage seien die Mitglieder einer kriminellen Bande gemeint gewesen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Donnerstag seine Wortwahl in Bezug auf einige illegale Migranten verteidigt. „Das sind keine Menschen, das sind Tiere“, sagte Trump bei einem Treffen mit Republikanern im Weißen Haus. Es sei dabei nur von Mitglieder der kriminellen Jugendbande MS-13 die Rede gewesen, erläuterte Trump den Kontext der Aussage. Wie die New York Times berichtete, erklärte Trump einem Reporter auf dessen Nachfrage hin, dass er Gruppen wie MS-13 immer wieder als „Tiere“ bezeichnen würde.

          Die Wortwahl des amerikanischen Präsidenten hatte für weltweite Empörung gesorgt. Die Aussage Trumps verbreitete sich zunächst ohne den Bezug auf MS-13. In Medienberichten war stets von „einigen Migranten“ die Rede. „Man kann gar nicht glauben, wie schlimm diese Menschen sind“, wurde Trump nach dem Meeting im Weißen Haus zitiert. „Das sind keine Menschen, das sind Tiere, und wir bringen sie wieder außer Landes.“

          Das Zitat Trumps rief herbe Kritik hervor. Der demokratische Senator Chuck Schumer beispielsweise twitterte: „Als all unsere Großeltern nach Amerika kamen, waren sie keine ,Tiere‘ – und diese Menschen sind es auch nicht.“

          Die Gruppe Mara Salvatrucha (MS-13) ist eine kriminelle Jugendbande, die beispielsweise in El Salvador für Angst und Schrecken sorgt. Auch in Guatemala und Honduras sind die sogenannten Maras aktiv. Die Jugendbanden kontrollieren in der Region ganze Stadtviertel und terrorisieren die Bevölkerung. Die von den Banden verübte Gewalt ist einer der wichtigsten Gründe für die Migration aus Mittelamerika in die Vereinigten Staaten. Nach offiziellen Statistiken haben die Gangs mehr als 100.000 Mitglieder in ihren Reihen.

          „Wir haben Gesetze zu Immigration, über die nur gelacht wird. Wenn also MS-13 kommt, wenn Mitglieder der Bande in unser Land kommen, dann bezeichne ich sie als Tiere“, äußerte sich Trump am Donnerstag gegenüber Journalisten. Auf Twitter triumphierte Trump am Freitag über Medien, die wieder einmal „Fake News“ verbreitet hätten.

          „Wenn Medien und die Liberalen MS-13 verteidigen möchten, dann sind sie mehr als willkommen, dies zu tun. Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass der Ausdruck, den der Präsident gewählt hat, hart genug war... Es braucht ein Tier für Hundert Messerstiche auf einen Mann, um ihn zu köpfen und sein Herz herauszureißen“, so Sarah Sanders, Pressesprecherin des Weißen Hauses.

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