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Der reichste Mexikaner hofft : „Gut für Mexiko, wenn Trump erfolgreich ist“

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Carlos Slim hat sein Vermögen in der Telekommunikationsbranche verdient. Bild: Reuters

Ob es an einer Seelenverwandtschaft unter Reichen liegt? Der mexikanische Milliardär Carlos Slim versucht, der Aussicht auf den künftigen amerikanischen Präsidenten gute Seiten abzugewinnen.

          Der mexikanische Milliardär Carlos Slim sieht in dem Sieg von Donald Trump bei der amerikanischen Präsidentenwahl auch Chancen für sein eigenes Land. Wenn Trump Erfolg habe, sei das gut für Mexiko, sagte der einst reichste Mann der Welt am Donnerstag in Mexiko-Stadt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas würde davon profitieren, wenn die Wirtschaft des großen Nachbars um vier Prozent wachse und Millionen neuer Jobs schaffe. Mexiko müsse aber auch investieren, um Wachstum im eigenen Land zu schaffen.

          Slim hat sein Vermögen in der Kommunikationsbranche verdient. Forbes wies ihn 2007 als den reichsten Mann der Welt aus, 2015 belegte er in der Liste mit einem geschätzten Vermögen von 77 Milliarden Dollar den zweiten Platz. Mit seinen optimistischen Äußerungen hebt sich Slim von Stimmen ab, die nach Trumps Wahlsieg schlechte Zeiten für Mexiko vorausgesagt hatten.

          Trump hatte im Wahlkampf ein Ende der Nordamerikanischen Freihandelszone Nafta in ihrer jetzigen Form sowie hohe Zollschranken gefordert, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen. Zudem will er die Einwanderung begrenzen und drohte mit dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Der mexikanische Peso war nach der Wahl um rund zehn Prozent eingebrochen. Die mexikanische Notenbank hatte aus Sorge vor wirtschaftlichen Turbulenzen den Leitzins angehoben.

          Der mexikanische Notenbank-Chef Agustin Carstens kündigte am Donnerstag seinen Rückzug für Juli 2017 an. Der ehemalige Finanzminister des Landes führt die Notenbank seit 2010 und hatte einen Vertrag bis 2021. Nun wechselt er aber im Oktober zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nach Basel. Carstens erklärte, sein Schritt sollte nicht als Reaktion auf einen Streit mit dem Finanzministerium interpretiert werden. Auch gehe er nicht inmitten großer Turbulenzen. Schließlich sei er ja noch rund sieben Monate im Amt. Wer Carstens nachfolgt, war zunächst unklar.

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