http://www.faz.net/-gpf-96ndl

Trump-Regierung : Amerika erklärt Hamas-Chef zum Terroristen

  • Aktualisiert am

Ismail Hanija, Chef der radikalislamischen Hamas, kommt in Gaza (Palästinensische Autonomiegebiete) zu einer Pressekonferenz. (Archivbild) Bild: dpa

Weil er enge Verbindungen zum militärischen Zweig der Hamas habe, setzt Amerika Ismail Hanija auf die Terrorliste. Er sei in Terrorangriffe gegen Israelis verwickelt, heißt es. Hanija selbst hat dafür nur Spott übrig.

          Die Vereinigten Staaten haben den Chef der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas, Ismail Hanija, zum Terroristen erklärt. Hanija werde auf die Terroristenliste gesetzt, weil er enge Verbindungen zum militärischen Zweig der Hamas habe und den bewaffneten Kampf propagiere, darunter auch gegen Zivilisten, erklärte das Außenministerium in Washington am Mittwoch. Er sei laut Berichten in „Terrorangriffe gegen israelische Bürger verwickelt“ gewesen. Die Hamas zeigte sich unbeeindruckt von der Entscheidung.

          Mit der Aufnahme Hanijas in die schwarze Liste werden Sanktionen gegen ihn verhängt. Sollte er Vermögenswerte und Konten in Amerika haben, werden diese eingefroren. Amerikanischen Firmen wird es verboten, Geschäfte mit ihm zu machen.

          Die Hamas sprach dem Schritt der Regierung jede Bedeutung ab. Der Versuch, Druck auf die Gegner Israels auszuüben, sei „zum Scheitern verurteilt“, erklärte die Gruppierung im Gazastreifen. Sie werden den Widerstand gegen Israel fortsetzen.

          Die Entscheidung fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen der Regierung und den Palästinensern. Die Entscheidung von Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat die Beziehungen zu den Palästinensern bereits schwer belastet. Die Hamas hatte Hanija im vergangenen Mai zu ihrem Anführer gewählt. Er gilt als Vertreter des pragmatischen Flügels der Organisation.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zweistellige Minusgrade : Es bleibt eisig

          Schnee an der Küste und in den Alpen, eisiger Wind, Minusgrade in ganz Deutschland. In der kommenden Woche bleibt es weiter kalt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.