19.04.2010 · Wäre nicht die Aschewolke über Europa gezogen, die halbe Welt hätte beim Staatsbegräbnis für das Ehepaar Kaczynski den Opfern der Katastrophe von Smolensk die letzte Ehre erwiesen. Führten auch die russischen Zeichen des Mitgefühls zu einer echten Aussöhnung, käme dies ganz Europa zugute.
Von Klaus-Dieter FrankenbergerWer in der Katastrophe von Smolensk, in dieser abermaligen polnischen Tragödie, nach einem tröstenden Sinn sucht, der konnte ihn auch im Staatsbegräbnis für Lech Kaczynski und seine Frau Maria am Sonntag in Krakau finden: Wäre nicht die Aschewolke über Europa gezogen, die halbe Welt hätte den Umgekommenen die letzte Ehre erwiesen - und der polnischen Nation ihren Respekt bekundet.
Aber auch so waren viele ausländische Staats- und Regierungschefs und führende Politiker aus den Partner- und Nachbarländern Polens gekommen. Die einen bezeugten so neben der menschlichen Anteilnahme, wie geachtet und integriert dieses moderne Polen in der Gemeinschaft der Demokratien ist.
Mit der Anwesenheit anderer verbindet sich die Hoffnung auf eine gedeihlichere Zukunft; das betrifft in erster Linie das Verhältnis Polens zu Russland. Es wäre den Völkern der beiden Länder zu wünschen, dass die russischen Zeichen des Mitgefühls der vergangenen Tage zu einer echten Aussöhnung führen - zu einer Aussöhnung, in deren Genuss schließlich ganz Europa käme. Allein ist Polen jedenfalls nicht.
Polen ist nicht allein???
Anton Kettenruettler (kettenruettler)
- 19.04.2010, 13:28 Uhr
Lieber Anton!
Grzegorz Zebrowski (g_zebra)
- 19.04.2010, 21:30 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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