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Tonbandbotschaft Bin Ladin attackiert saudische Herrscher

16.12.2004 ·  Auf einer Islamistenseite im Internet ist eine Audioaufnahme aufgetaucht, die Usama bin Ladin zugeschrieben wird. Die vermeintliche Stimme des Al-Qaida-Führers greift die saudische Herrscherfamilie von König Fahd an.

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Auf einer Islamistenseite im Internet ist eine Audioaufnahme aufgetaucht, die angeblich von Usama bin Ladin stammen soll. Der Führer des Terrronetzes Al Qaida greift die saudiarabische Führung an, und macht sie für die Gewalt in dem Königreich verantwortlich.

In Saudi-Arabien hat es seit Mai 2003 eine Welle von tödlichen Anschlägen gegeben, die im Zusammenhang mit Al Qaida gebracht werden. Zuletzt hatte sich eine Gruppe des Terronetzes zu dem Angriff auf das amerikanische Konsulat in der Hafenstadt Dschiddah am Roten Meer bekannt, bei dem am 6. Dezember fünf Konsulatsangestellte und vier der Angreifer getötet worden waren.

„Schwere Sünden“

Bin Ladin stammt selbst aus Saudi-Arabien. Ob die Tonbandaufnahme authentisch ist, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Zuletzt allerdings wurde entsprechenden Botschaften auch vom amerikanischen Geheimdienst CIA Authenzität attestiert.

Der Sprecher, dessen Stimme sehr stark wie die Bin Ladins klingt, sagt, die Familie von König Fahd sei „wegen ihres Ungehorsams gegenüber Gott und der von ihr begangenen schweren Sünden“ selbst für die Instabilität im Lande verantwortlich. Er warf der Herrscherfamilie vor, sie habe sich mit den Vereinigten Staaten gegen die Muslime verbündet.

Der Vorwurf der Königsfamilie, die Al-Qaida sei auf einem Irrweg, weil sie auch Muslime töteten, sei unglaubwürdig. Gleichzeitig bedauert der Sprecher im Namen der Terroristen: „Wenn wir versehentlich Muslime getötet haben bei diesen Operationen, entschuldigen wir uns. Wir bitten Gott um Vergebung und übernehmen die Verantwortung dafür.“

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