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Todesstrafe : Feine Gesellschaft

Im Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung haben sich die Amerikaner gemeinsam mit 38 weiteren Staaten gegen eine Resolution gewendet, die die Abschaffung der Todesstrafe fordert. Washington befindet sich damit in unguter Gesellschaft.

          Die Vereinigten Staaten sind sich völlig einig mit China, Iran, Nordkorea, Syrien, Indien und auch mit Japan. Unmöglich? Nichts ist unmöglich, wenn es um die Todesstrafe geht. Im Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung haben sich die Amerikaner gemeinsam mit 38 weiteren Staaten gegen eine Resolution gewendet, die die Abschaffung des justizförmigen Umbringens in der ganzen Welt fordert.

          Zwar haben auch in den Vereinigten Staaten viele Bundesstaaten diese Bestrafung abgeschafft. Aber Washington meint immer noch, sich anders verhalten zu sollen. Die Argumente sind alle bekannt und unzählige Male ausgetauscht. Aber Länder wie die Vereinigten Staaten und Japan sollten sich schon alleine deshalb schämen, weil sie sich mit ihrem Verhalten in so unguter Gesellschaft befinden.

          Zwar ist ein ordentliches amerikanisches Gerichtsverfahren glücklicherweise nicht mit einem unordentlichen, zum Beispiel in China, gleichzusetzen. Aber schon der Anschein der Kumpanei nimmt vielen amerikanischen Initiativen für Menschenrechte viel von ihrer Glaubwürdigkeit.

          Quelle: F.A.Z.

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