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Kulturgutzerstörung in Mali Mit Spitzhacken, Schaufeln und Bulldozern entweiht

Dschihad gegen das Weltkulturerbe: Ahmad Al Faqi Al Mahdi zerstörte religiöse und historische Monumente in Timbuktu. In Den Haag wurde er verurteilt – als erster Kriegsverbrecher explizit wegen Kulturgutzerstörung. Mehr

28.09.2016, 19:58 Uhr | Feuilleton
Allgemeine Infos über Timbuktu

Timbuktu ist eine Oasenstadt im westafrikanischen Staat Mali. Sie liegt am Rande der Sahara und wird auch „Stadt der 333 Heiligen“ oder „Perle der Wüste“ gennant. Bis Anfang des 14. Jahrhunderst hatte sich die Stadt Timbuktu zu einem bedeutenden westafrikanischen Geschäfts, Handels und Bildungszentrum gemausert. Die Djinger-ber-Moschee, die Sankóre-Moschee und die Sidi Yahia-Moschee, sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen, die das Stadtbild prägen, zählen seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Im Januar 2012 begannen Stammesangehörige der Tuareg von der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) eine Rebellion gegen die malische Regierung mit dem Ziel der Unabhängigkeit des nördlichen Teils des westafrikanischen Staates Mali (ASAWAD). Später im selben Jahr haben Rebellen die schwarze Fahne des Dschihad in Timbuktu gehisst und neun Mausoleen und das Tor zur großen Sidi Yahia-Moschee zerstört. Aufgrund dessen trieb Frankreich eine militärische Intervention. Elf Monate herrschten islamische Extremisten in Timbuktu.

Fünf Jahre nach der Zerstörung der jahrhundertealten Kulturgüter hat der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) den Opfern eine Entschädigung in Höhe von 2,7 Millionen Euro zuerkannt und den Ex-Dschihadisten Ahmad al-Faqi al-Mahdizu neun Jahren Haft verurteilt.

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