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Wahl in Frankreich Macrons Erfolg sorgt für Aufwind an der Börse

Die Erleichterung an der Börse nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich ist riesig: Der Dax steigt auf ein neues Rekordhoch. Der Euro wertet deutlich auf. Mehr

26.04.2017, 16:50 Uhr | Finanzen
Allgemeine Infos über Präsidentschaftswahl in Frankreich

Die Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich wird die elfte Wahl des Staatspräsidenten der Französischen Republik. Der erste Wahlgang wird am 23. April 2017 und die Stichwahl am 7. Mai 2017 stattfinden.

Der französische Staatspräsident wird direkt vom Volk gewählt. Im ersten Wahlgang ist ein Kandidat gewählt, wenn er die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Erreicht dies kein Kandidat findet eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern statt, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben. Wahlberechtigt ist jeder französische Staatsbürger, der am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat und in die Wahllisten eingetragen ist. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, der 500 Unterschriften gewählter Mandatsträger nachweisen konnte.

Für die Parti socialiste, die Partei des amtierenden Staatspräsidenten François Hollande, tritt Benoît Hamon an. François Hollande selbst gab am 1. Dezember 2016 bekannt, dass er nicht erneut antreten wird. Bestimmt wurde der Kandidat in einer offenen Vorwahl (primaire citoyenne), die Ende Januar 2017 stattfand. Benoît Hamon setzte sich im zweiten Wahlgang deutlich gegen den früheren Premierminister Manuel Valls durch.

Für die Republikaner (Les Républicains, LR) tritt der ehemalige Premierminister François Fillon an. Er setzte sich im zweiten Wahlgang der offenen Vorwahlen der Rechten und des Zentrums gegen Alain Juppé durch. Der 2012 abgewählte Staatspräsident Nicolas Sarkozy war Bereits im ersten Wahlgang als drittplatzierter Bewerber ausgeschieden.

Für den Front National bewirbt sich wie bereits 2012 die Parteivorsitzende Marine Le Pen. Ihre Bewerbung ist innerhalb des FN unstrittig.

Für die Parti de Gauche wird ihr Parteivorsitzender Jean-Luc Mélenchon antreten, der 2012 Kandidat für die Front de Gauche, ein Bündnis aus Parti de Gauche und Parti communiste français Platz 4 im ersten Wahlgang erreicht hatte.

Beim Mouvement démocrate (MoDem) war zunächst unklar, ob es eine Präsidentschaftskandidatur geben wird. François Bayrou, der Vorsitzende des MoDem unterstützte eine Präsidentschaftskandidatur von Alain Juppé für die Republikaner. Sollte dieser nicht nominiert werden, galt eine eigene Kandidatur Bayrous als wahrscheinlich. Im Februar 2017 erklärte Bayrou aber seine Unterstützung für Emmanuel Macron.

Die Union des démocrates et indépendants (UDI) hat eine Teilnahme an der Vorwahl der Republikaner erwogen, die aber in einer Urabstimmung von zwei Dritteln der Mitglieder abgelehnt wurde. Die meisten Mitglieder der UDI sprachen sich bei den Vorwahlen für Alain Juppé aus, unterstützten aber auch den politisch weiter rechts stehenden François Fillon nach dessen Sieg in den Vorwahlen. Nachdem Fillon trotz Korruptionsvorwürfe seine Kandidatur aufrecht erhielt, entzog ihm die UDI schließlich ihre Unterstützung.

Emmanuel Macron, der ehemalige parteilose Wirtschaftsminister unter François Hollande mit sozial-liberalen Positionen, hat am 16. November 2016 seine Kandidatur für das Präsidentenamt verkündet, nachdem er bereits im April 2016 die Partei En marche! gegründet hatte. Macron wird bei der Wahl von der zentrischen MoDem unterstützt.

Für Europe Écologie Les Verts, die französischen Grünen, kandidierte zunächst der Europaabgeordnete Yannick Jadot. Er setzte sich in einer offenen Vorwahl im zweiten Wahlgang gegen die Europaabgeordnete Michèle Rivasi durch. Aufgrund der schlechten Aussichten für die linken Kandidaten erklärte Jadot schließlich am 23. Februar seine Kandidatur zugunsten von Benoît Hamon zurückzuziehen.

Für die gaullistische Partei Debout la France tritt ihr Parteivorsitzender Nicolas Dupont-Aignan an. Die Nouveau Parti anticapitaliste hat Philippe Poutou aufgestellt. Kandidatin der Lutte ouvrière ist Nathalie Arthaud.

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