21.10.2008 · Der frühere thailändische Ministerpräsident ist in Abwesenheit vom Obersten Gericht des Landes wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Milliardär Thaksin war im September 2006 vom Militär gestürzt worden und im August diesen Jahres abermals ins Exil gegangen.
Der frühere thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra ist in Abwesenheit wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberste Gericht des Landes befand den 59-Jährigen am Dienstag für schuldig, seine Frau beim Kauf eines Grundstückes vom Staat begünstigt zu haben.
Seine Frau Potjaman befanden die Richter für unschuldig. Thaksin war im September 2006 vom Militär gestürzt worden und ins Exil gegangen. Im Februar diesen Jahres war der in weiten Teilen Thailand weiter populäre Milliardär in seine Heimat zurückgekehrt, um sich dem Prozess zu stellen.
Im August war er aber abermals ins Exil gegangenen, weil er den Prozess als nicht fair erachtete. Bei dem umstrittenen Geschäft ging es um ein Grundstück in bester Lage Bangkoks, das Thaksins Frau 2003 für einen Spottpreis von umgerechnet knapp 16 Millionen Euro (772 Millionen Baht) erworben hatte. Ein Gesetz gegen Korruption verbietet Politikern und ihren Ehepartnern Geschäfte mit dem Staat.