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Terrorismus Keine Spur von Bin Ladin

05.12.2004 ·  George W. Bush hat Pakistan für seine Jagd nach islamistischen Terroristen gelobt. „Seine Armee war unglaublich erfolgreich.“, sagte der amerikanische Präsident. Nur: Pakistan gibt zu, nicht zu wissen, wo Usama bin Ladin steckt.

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Pakistan hat nach eigenen Angaben die Spur des Moslem-Extremisten Usama bin Ladin verloren. Pakistans Präsident Pervez Musharraf sagte der „Washington Post“, die pakistanischen Sicherheitskräfte suchten zwar noch aggressiv nach dem Al-Qaida-Chef. Jedoch hätten die jüngsten Einsätze und Verhöre nur ergeben, daß Bin Ladin noch am Leben sei. „Wir wissen nicht, wo er ist", sagte Musharraf.

Die seit drei Jahren anhaltende Suche nach Bin Ladin im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gilt als eine der schwierigsten Fragen in der Beziehung zwischen Amerika und Pakistan. Musharraf hatte sich am Samstag mit Präsident George W. Bush in Washington getroffen.

„Unglaublich erfolgreich, aktiv und sehr mutig“

Bush lobte seinen pakistanischen Kollegen für dessen Engagement im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. „Der Präsident hat sich entschlossen gezeigt, nicht nur Personen wie Usama bin Ladin der Gerechtigkeit zuzuführen", sagte Bush in Washington.„Seine Armee war unglaublich erfolgreich, aktiv und sehr mutig. Er ist entschlossen, all diejenigen der Gerechtigkeit zuzuführen, die seinem Volk Schaden und Schmerz zufügen.“ Der Extremisten-Anführer Bin Ladin, der für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht wird, wird im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vermutet, konnte bislang jedoch weder von amerikanischen noch von pakistanischen Truppen aufgespürt werden.

Medien hatten berichtet, die pakistanische Armee habe zuletzt weniger Anstrengungen zur Ergreifung Bin Ladens unternommen. Bush wies dies zurück: „Im Gegenteil. Seine (Musharrafs) Armee ist unglaublich aktiv und sehr tapfer im südlichen Waziristan. Sie jagt dort einen Feind, der sich in Sicherheit geglaubt hat.“

Musharraf gratulierte Bush zu seinem Wahlsieg und betonte, daß die Lösung des Nahost-Konflikts für die Muslime auf der Welt und für die Bekämpfung des Terrors von dringender Bedeutung sei. Dies sei „die wichtigste Frage ... im Interesse des Friedens in der ganzen Welt“, erläuterte Musharraf. Bush habe ihm versichert, daß der Konflikt für ihn das Kernthema zur Bekämpfung des Terrorismus sei. Bush bestätigte: „Ich sagte ihm, daß diese eine der Prioritäten meiner Amtszeit sei“.

„Präsident Musharraf hat uns sein volles Engagement versichert", sagte auch Außenminister Colin Powell. „Usama bin Laden ist auf freiem Fuß, aber letzten Endes wird ihm der Prozeß gemacht.“

Musharraf hatte den Vereinigten Staaten nach den September-Anschlägen seine Unterstützung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus versichert und war damit im eigenen Land auf Kritik gestoßen. Er ist bereits mehreren Attentaten entgangen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und AP
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