Das niedersächsische Justizministerium hat Berichte über telefonische Kontakte eines iranischen Abschiebehäftlings mit amerikanischen Behörden im Vorfeld der Terroranschläge von New York und Washington bestätigt.
„Der iranische Häftling hat mit amerikanischen Stellen telefoniert. Über die Motive und den Inhalt können wir nichts sagen. Das sind fahndungsrelevante Dinge", sagte der Sprecher des Justizministeriums in Hannover am Freitagmorgen.
Justizkreise hatten am Donnerstagabend einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach der in der Anstalt Hannover-Langenhagen sitzende Iraner angebliche Informationen über eine Gefährdung der Weltordnung an das Weiße Haus und den amerikanischen Geheimdienst CIA geben wollte. Dort sei er aber nicht ernst genommen worden. Der Iraner soll dabei von bevorstehenden Ereignissen in dieser Woche gesprochen haben.
Die Generalbundesanwaltschaft, die nach Angaben des Ministeriums seit Donnerstag eingeschaltet ist und den Mann vernommen hat, kündigte für den Freitagvormittag eine Erklärung an. Unklar ist in den Justizkreisen bislang, ob der Mann in Kontakt mit den mutmaßlichen Attentätern der Terroranschläge stand, von denen einige längere Zeit in Hamburg gelebt haben.