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Terror Weitere Explosion in der Türkei

30.08.2006 ·  An der türkischen Mittelmeerküste ist es abermals zu einem Anschlag gekommen. Ein Frau wurde verletzt. Bei der Suche nach den Bombenleger des tödlichen Attentats in Antalya hat die Polizei einen Verdächtigen wieder freigelassen.

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Bei einer Explosion in der türkischen Stadt Mersin am östlichen Mittelmeer ist am Mittwoch eine Frau verletzt worden. Die Detonation ereignete sich in einem Müllcontainer, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. In der Umgebung seien Autos und Gebäude beschädigt worden. Die Ursache sei noch unklar, eine Person wurde festgenommen worden, hieß es weiter.

Erst am Sonntag und Montag hatte es in türkischen Urlaubsorten und Istanbul Bombenanschläge gegeben. Dabei waren drei Menschen getötet und etliche weitere verletzt worden. Zu den Anschlägen bekannten sich kurdische Rebellen. (Siehe auch: Innerkurdischer Machtkampf in der Türkei)

Ein Verdächtiger wurde freigelassen

Unterdessen protestierten Hunderte Demonstranten am Mittwoch in Marmaris gegen die Anschlagswelle kurdischer Extremisten. Die Teilnehmer hätten antikurdische Parolen gerufen. In dem beliebten Badeort waren am Sonntag bei einem Anschlag zehn Briten und elf Türken verletzt worden.

Video: Vier Bombenexplosionen in der Türkei

Bei der Suche nach den Urhebern des blutigen Bombenanschlags in Antalya stehen die Ermittler anscheinend noch am Anfang. Ein als Verdächtiger festgenommener Händler wurde nach dem Verhör wieder freigelassen, wie türkische Medien am Mittwoch berichteten. Der Mann hatte seinen Laden kurz vor dem Anschlag zehn Minuten früher als üblich geschlossen und deshalb Verdacht auf sich gezogen.

Bei der Bombenexplosion im Zentrum von Antalya waren am Montag drei Menschen getötet und 87 verletzt worden, darunter auch drei deutsche Urlauber. Ein zweiter Verdächtiger wurde am Mittwoch noch gesucht. Dabei handelt es sich den Berichten zufolge um einen Mann Mitte 40, der nach der Explosion mit Schnittverletzungen an der Hand ins Krankenhaus gebracht worden war und dieses wieder verlassen hatte, ohne sich behandeln zu lassen.

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