Im Zusammenhang mit dem ersten Jahrestag der Anschläge vom 11. September kommt nach Ansicht des Terrorismus-Experten Rolf Tophoven Bewegung in die militante islamistische Szene. Tophoven sagte am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin, die neu formierte Terrororganisation Al Qaida müsse beweisen, dass sie noch handlungsfähig sei. „Und das ist der Grund, warum es jetzt in der Szene zu signifikanten Bewegungen kommt.“
Nach der Zerschlagung der Terror-Strukturen in Afghanistan müsse davon ausgegangen werden, dass sich das Terrornetz neu formiere, sagte Tophoven. Zugleich warnte der Experte vor Panikmache: „Es sind bis heute keine gesicherten Erkenntnisse über konkrete Anschlagsziele auf dem Tisch.“
Identität noch nicht geklärt
Erst am Montag hatten die niederländischen Behörden sieben Männer unter dem Verdacht verhaftet, in Verbindung zur Al-Qaida-Organisation zu stehen. „Wir nehmen an, dass sie Al Qaida logistische und finanzielle Unterstützung geleistet haben“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wim de Bruin. Zudem seien sie verdächtig, junge Männer zum Kampf angeheuert zu haben. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses Netzwerk junge Menschen vorbereitete, um diese zum Kampf als Dschihad-Krieger auszusenden.“
Die Verhafteten sind zwischen 25 und 35 Jahre alt. Ihnen wird vorgeworfen, falsche Pässe und Decknamen benutzt zu haben. Ihre Identität sei noch nicht endgültig geklärt, sagte De Bruin. Sie seien aufgrund von Geheimdienstinformationen in den Städten Rotterdam, Eindhoven, Den Helder festgenommen worden.