08.09.2007 · Die drei verhafteten mutmaßlichen Terroristen sollten noch im September ihre Anschläge in Deutschland ausführen. Sie hatten schon drei Kleinlaster in Frankreich gekauft. BKA-Chef Ziercke spricht von insgesamt 49 Verdächtigen, von denen noch immer Gefahr ausgehe.
Die drei verhafteten mutmaßlichen Terroristen sollen einen Auftrag aus Pakistan erhalten haben, noch im September ihren Anschlag mit Autobomben in Deutschland auszuführen. „Sie hatten einen klaren Auftrag, den haben sie unbeirrbar verfolgt und sich durch nichts abschrecken lassen“, sagte Innenstaatssekretär August Hanning der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Bundesanwaltschaft bestätigte Meldungen, dass die Verdächtigen schon drei Kleinlaster in Frankreich gekauft hatten.
Die Führung der „Islamischen Dschihad Union“, die als Auftraggeber gilt, soll laut „Spiegel“ den Mitgliedern der Terrorzelle Ende August noch zwei Wochen zur Ausführung des Anschlags zugestanden haben. Die militärischen Zünder sind, so Sicherheitsbehörden, aus Syrien eingeschmuggelt worden.
Zusammenarbeit mit CIA
In dem Terrorfall gibt es nach Angaben von BKA-Chef Jörg Ziercke insgesamt 49 Verdächtige. „Die Gefahr ist noch nicht bewältigt“, sagte Ziercke. Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit aber nur gegen sieben weitere Personen. Dass es in diesen Fällen noch nicht zu Verhaftungen gekommen ist, liegt nach Aussagen Hannings daran, dass die geheimdienstlichen Erkenntnisse über die Verdächtigen nicht als Beweismittel ausreichen, um Haftbefehle zu erlassen.
Der Innenstaatssekretär nannte die Vereitelung des Anschlags einen „Riesenerfolg“ für die Sicherheitsbehörden. Nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit amerikanischen Diensten sei die Operation gelungen: „Kein großer Terrorfall kann ohne enge Kooperation mit den Amerikanern gelöst werden.“Unter dem Codenamen „Operation Alberich“ hatten deutsche und amerikanische Ermittler eng zusammengearbeitet. In Berlin war eine Arbeitsgruppe deutscher Behörden und der CIA tätig.
Zypries ruft Muslime auf, radikale Islamisten zu meiden
Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) riefen die Muslime in Deutschland auf, radikale Islamisten zu melden. Schäuble wies in der „Welt am Sonntag“
darauf hin, dass die Planung von Verbrechen angezeigt werden muss. Zypries wünschte sich in der „Bild am Sonntag“, dass Islamgemeinden „aktiv Radikalisierungstendenzen entgegenwirken und notfalls auch entsprechende Hinweise an die Sicherheitsbehörden geben“.
Unterdessen rechnet die Union damit, dass die SPD in der Frage der Online-Durchsuchung einlenkt. „Die SPD wird letztendlich ihre Vorbehalte gegenüber der Online-Durchsuchung aufgeben müssen. Am Ende wird es zu einer eindeutigen und rechtlich abgesicherten Regelung kommen“, sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla dieser Zeitung.
Die 3 Betroffenen schweigen eisern.... aber...
Ferdinand Reemtsma (Reemtsma)
- 08.09.2007, 22:55 Uhr
Der Auftrag kam aus Pakistan?!
Karl Tischlinger (Tischlinger)
- 08.09.2007, 23:36 Uhr
"Deutschland wird am Hindukush verteidigt"
Clemens Merkel (Merkel.Cl)
- 08.09.2007, 23:52 Uhr
Syrien
Ulrich Becker (u.becker)
- 09.09.2007, 00:50 Uhr
Rechtsstaat, der seinen Polizisten die Hände bindet
Josef Bujtor (Mramorak)
- 09.09.2007, 02:21 Uhr