Home
http://www.faz.net/-gpf-oicv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 01.01.2004, 17:52 Uhr

Teheran lobt Amerika

Die amerikanische Regierung hat die Beschränkungen für den Handel mit Iran vorübergehend gelockert, um den Erdbebenopfern in Bam weitere Hilfe zukommen zu lassen.

Die amerikanische Regierung hat die Beschränkungen für den Handel mit Iran vorübergehend gelockert, um den Erdbebenopfern in Bam weitere Hilfe zukommen zu lassen.

Nach den neuen Vorschriften, die zunächst für drei Monate gelten sollen, dürfen amerikanische Unternehmen und Privatpersonen nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums über private Hilfsorganisationen Spenden für die Erdbebenopfer nach Iran schicken. Nach amerikanischen Medienberichten wird außerdem die Lieferung von Satellitentelefonen, Radiogeräten, Computern und anderem Gerät gestattet, um Bergungs- und Aufräumarbeiten zu erleichtern.

Mehr zum Thema

Keine Spenden für iranische Organisationen

Iranische Organisationen und Privatpersonen, die der Unterstützung von Terroristen verdächtigt werden, dürfen weiterhin keine Spendengelder erhalten. Von iranischen Vereinigungen und humanitären Hilfsorganisationen in den Vereinigten Staaten wurde die Lockerung der amerikanischen Sanktionen als wichtiger Schritt zu mehr Hilfe für die Erdbebenopfer begrüßt.

Der iranische Außenminister Charrasi begrüßte die Entscheidung Washingtons. Die ständige und völlige Aufhebung der Sanktionen würde "selbstverständlich ein neues Klima zwischen beiden Ländern schaffen", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Irna. Die amerikanische Ankündigung sei aber "positiv", auch wenn sie nur vorübergehender Natur sei.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2004, Nr. 1 / Seite 1 , gel.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Naher Osten Steinmeier begibt sich auf Vermittlungsmission

Unterstützung für die Syrien-Gespräche und Vermittlung zwischen den Streithähnen Riad und Teheran: Chefdiplomat Steinmeier hat sich für die nächsten Tage viel vorgenommen. Obendrein will er sich in Iran und Saudi-Arabien auch um die Menschenrechte kümmern. Mehr

02.02.2016, 06:35 Uhr | Politik
Neue Ära Chinas Präsident trifft iranischen Kollegen

Chinas Präsident Xi Jinping hat den Iran und seinen Präsidenten Hassan Ruhani besucht. Er ist damit der erste Staatschef nach Aufhebung der Sanktionen gegen das Land. Bei seiner Ankunft in Teheran sagte Xi Jinping, China wolle die bilateralen Beziehungen mit der Islamischen Republik verbessern. Mehr

23.01.2016, 16:29 Uhr | Politik
Nächstes Gerücht Treffen sich die Ölproduzenten nun doch?

Der Ölpreis befindet sich im Keller. Nun macht der nächste Bericht die Runde, die Förderländer könnten ein Krisentreffen einberufen - mit dabei: Iran und Russland. Mehr

04.02.2016, 07:46 Uhr | Wirtschaft
Persischer Golf Persischer Golf: Iran greift amerikanische Soldaten auf

Nach einem Telefonat der Außenminister beider Länder habe Teheran versprochen, die Einsatzkräfte bald freizulassen, so die Regierung in Washington. Mehr

13.01.2016, 10:30 Uhr | Politik
Berlinale Auf der Suche

Stars wie Julianne Moore und George Clooney sorgen für Glanz, und im Wettbewerb läuft der längste Film der Festivalgeschichte. Die 66. Berlinale startet aber erstmals auch einen Spendenaufruf. Mehr

03.02.2016, 17:37 Uhr | Feuilleton

Steuern und begrenzen

Von Reinhard Müller

Eigentlich braucht es kein neues Gesetz zur Integration von Flüchtlingen. Das Aufenthaltsgesetz regelt alles nötige. Das Problem ist nur: Jeder kommt ins Land. Mehr 191

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden