Die amerikanische Regierung hat die Beschränkungen für den Handel mit Iran vorübergehend gelockert, um den Erdbebenopfern in Bam weitere Hilfe zukommen zu lassen.
Nach den neuen Vorschriften, die zunächst für drei Monate gelten sollen, dürfen amerikanische Unternehmen und Privatpersonen nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums über private Hilfsorganisationen Spenden für die Erdbebenopfer nach Iran schicken. Nach amerikanischen Medienberichten wird außerdem die Lieferung von Satellitentelefonen, Radiogeräten, Computern und anderem Gerät gestattet, um Bergungs- und Aufräumarbeiten zu erleichtern.
Keine Spenden für iranische Organisationen
Iranische Organisationen und Privatpersonen, die der Unterstützung von Terroristen verdächtigt werden, dürfen weiterhin keine Spendengelder erhalten. Von iranischen Vereinigungen und humanitären Hilfsorganisationen in den Vereinigten Staaten wurde die Lockerung der amerikanischen Sanktionen als wichtiger Schritt zu mehr Hilfe für die Erdbebenopfer begrüßt.
Der iranische Außenminister Charrasi begrüßte die Entscheidung Washingtons. Die ständige und völlige Aufhebung der Sanktionen würde "selbstverständlich ein neues Klima zwischen beiden Ländern schaffen", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Irna. Die amerikanische Ankündigung sei aber "positiv", auch wenn sie nur vorübergehender Natur sei.