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Veröffentlicht: 21.04.2017, 14:35 Uhr

Nach amerikanischem Angriff Syrien verlegt offenbar seine Kampfflugzeuge

Ein Fünftel der einsatzfähigen Kampfflugzeuge soll beim Raketenschlag der Vereinigten Staaten auf die Luftwaffenbasis Sheirat zerstört worden sein. Bringt das Assad-Regime die Maschinen in Sicherheit?

© Picture-Alliance Die Reste eines syrischen Kampfflugzeugs nach dem amerikanischen Angriff auf der Luftwaffenbasis Sheirat

Die syrische Luftwaffe hat Amerikas Verteidigungsminister James N. Mattis zufolge nach dem Angriff der Vereinigten Staaten die Standorte ihrer Flugzeuge geändert. Die Umgruppierung sei in den vergangenen Tagen erfolgt, sagte Mattis vor Journalisten in Israel auf die Frage, ob die syrische Luftwaffe ihre Maschinen zur russischen Luftwaffenbasis Latakia gebracht habe. Bei dem Angriff auf den syrischen Stützpunkt Scheirat wurden nach amerikanischen Angaben in diesem Monat ein Fünftel der einsatzfähigensyrischen Militärflugzeuge beschädigt oder zerstört. Der Angriff war eine Reaktion auf einen Chemiewaffeneinsatz, bei dem 90 Menschen getötet wurden.

Zugleich warf Mattis der Regierung in Damaskus abermals vor, weiterhin über Chemiewaffen zu verfügen. Dies sei eine Verletzung von UN-Resolutionen, auf die diplomatisch reagiert werden müsse. Präsident Baschar al Assad bezeichnete die Berichte über einen Giftgasangriff auf Khan Sheikoun als „Lügenmärchen“. Syrien habe alle seine Chemiewaffen abgegeben. Das Land hatte sich 2013 verpflichtet, seine C-Waffen zu zerstören.

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Staatlichen Medien und Beobachtern zufolge wurde die Evakuierung mehrerer belagerter Ortschaften am Freitag wieder aufgenommen. Busse mit Rebellenkämpfern und ihren Familien aus vier von Regierungstruppen umzingelten Städten bei Damaskus, die zwei Tage bei Aleppo festsaßen, konnten ihren Weg Richtung Rebellengebiete im Norden fortsetzen. Umgekehrt erreichten Busse mit Menschen aus zwei schiitischen Städten, die von Rebellen eingekreist sind, Aleppo. Am Samstag waren bei einem Angriff auf einen Konvoi aus den beiden Städten 126 Menschen getötet worden. Assad macht die frühere Al-Nusra-Front verantwortlich.

© reuters Totenzahl nach Anschlag auf Flüchtlingskonvoi in Syrien auf 126 gestiegen

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Von Nikolas Busse

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Quelle: wahlrecht.de
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