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Syrien Spiel auf Zeit

 ·  Assad zweifelt am Zeitplan für die Vernichtung der Chemiewaffen, Russland verlangt weitere Untersuchungen, die Verabschiedung der UN-Resolution verzögert sich. So wird das weitergehen, denn die Gegensätze bestehen fort.

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Jetzt beginnt das Spiel auf Zeit. Assad bezweifelt, dass der zwischen Moskau und Washington ausgehandelte Zeitplan zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen eingehalten werden könne. Russland zweifelt die Neutralität der UN-Inspekteure an, verlangt aber gleichzeitig die Untersuchung weiterer Orte, an denen chemische Kampfstoffe eingesetzt worden sein sollen. Gleichzeitig verzögert sich die Verabschiedung einer UN-Resolution wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen Moskau und den westlichen Mächten.

So wird das weitergehen, denn die Interessengegensätze im Blick auf Syrien bestehen auch nach dem quasi technischen Abkommen zwischen Lawrow und Kerry weiter. Der amerikanische Außenminister hatte in Genf klargemacht, dass Washington „Spielchen“ nicht dulden werde; sein russischer Kollege hatte dem zugestimmt. Moskau steht also im Wort; es sollte seinem Verbündeten in Damaskus klarmachen, dass damit auch das internationale Ansehen Russlands auf dem Spiel steht. Allerdings wirkt die westliche Drohkulisse, trotz kerniger Worte, inzwischen ziemlich verblasst.

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19.09.2013, 22:04 Uhr

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Von Christoph Ehrhardt

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