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Nahost-Kommentar : Was Israel tun muss

Iran ist dabei, sich in Syrien eine zweite Operationsbasis gegen Israel einzurichten. Die israelische Führung muss weiter mit Präventivschlägen dagegen vorgehen – trotz einzelner Verluste.

          Eine der strategisch bedeutsamsten Folgen des Syrien-Krieges ist das Vorrücken Irans an die Grenzen Israels. Je mehr es dem Assad-Regime gelingt, seine Macht im Lande wieder zu konsolidieren, desto offensichtlicher wird, dass Teheran dabei ist, sich nach dem Libanon in Syrien eine zweite Operationsbasis gegen Israel einzurichten.

          Der israelischen Führung wird nicht viel anderes übrigbleiben, als dagegen weiter mit Präventivschlägen vorzugehen. Einzelne Verluste, wie an diesem Wochenende, werden sie sicher nicht von ihrem Kurs abbringen.

          Unterstützung aus Amerika hat Netanjahu ohnehin, und die Russen ziehen sich auf indifferente Diplomatenfloskeln zurück; Putin ist schon früher davor zurückgeschreckt, sich mit den antizionistischen Projekten seines iranischen Verbündeten gemein zu machen.

          Im Übrigen zeigt die Sache noch einmal, wie kurzsichtig in Deutschland oft über Iran debattiert wird. Es geht hier nicht nur um das Atomabkommen und Handelschancen für die deutsche Wirtschaft, sondern auch um eine reale und aktuelle Bedrohung der israelischen Sicherheit.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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