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Syrien : Dutzende Tote bei IS-Anschlägen in Damaskus

  • Aktualisiert am

Die Anschläge wurden im Stadtteil Sajeda Seinab verübt. Bild: AFP

Der „Islamische Staat“ hat sich zu einer Serie von Anschlägen in Syriens Hauptstadt Damaskus bekannt. Dabei wurden 45 Menschen getötet.

          Bei mehreren Anschlägen nahe einem Schiiten-Heiligtum in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Sonntag mindestens 63 Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das staatliche Fernsehen berichtete von mindestens 45 Toten. Etwa 110 Menschen seien verletzt, teilte das syrische Innenministerium mit. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Sana wurde zunächst eine Autobombe gezündet. Als dann Rettungskräfte Opfern zu Hilfe kamen, hätten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Unter den Opfern seien 25 Kämpfer einer regimetreuen Miliz sowie Zivilisten, hieß es weiter.

          Die Sunniten-Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Attentaten. Bei zwei Einsätzen sei die wichtigste Hochburg der schiitischen Milizen in Damaskus getroffen worden, hieß es bei der Nachrichtenagentur Amak, die den IS unterstützt.

          Neben des Todesopfern gibt es mehr als hundert Verletzte.
          Neben des Todesopfern gibt es mehr als hundert Verletzte. : Bild: AFP

          Die Anschläge wurden im Stadtteil Sajeda Seinab verübt. Dort befindet sich der Schrein der Tochter des Mohammed-Cousins Ali ibn Abi Taleb, den die Schiiten als rechtmäßigen Nachfolger des Propheten erachten. Das Heiligtum ist eine Pilgerstätte für Schiiten aus aller Welt. Der Nachfolge-Streit ist der Grund für die Spaltung des Islam in Schiiten und Sunniten.

          In den ersten Jahren des syrischen Bürgerkrieges war Sajeda Seinab Schauplatz heftiger Kämpfe. Diese ließen nach, seit die syrische Armee und Schiiten-Milizen unter Führung der libanesischen Hizbullah den Stadtteil sichern. Nahe dem Schrein haben sich zahlreiche irakische und iranische Schiiten-Milizen niedergelassen, die die sunnitischen Dschihadisten in Syrien bekämpfen.

          Quelle: Reuters / dpa

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