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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Streit über Zuschussrente Arbeitsministerin warnt vor Altersarmut

 ·  Arbeitsministerin von der Leyen kämpft mit alarmierenden Zahlen für eine „Zuschussrente“ bei Geringverdienern. Wer heute weniger als 2500 Euro im Monat verdiene, müsse womöglich „mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten“.

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Rudolf März
Rudolf März (maerkur) - 04.09.2012 14:23 Uhr

Blüm behält immer noch recht mit: "Die Rente ist sicher!"

nur kann keiner sagen wie hoch sie sein wird und
keiner will sagen wovon die Höhe wirklich abhängig ist.
D muss aufpassen, dass sich hier -auf lange Sicht gesehen-
keine griechischen Verhältnisse einschleichen.

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dieter diehm
dieter diehm (johndow) - 03.09.2012 16:29 Uhr

Ganz einfach

Wenn man jahrzehntelang auf Kosten des deutschen Steuerzahlers das Weltsozialamt spielt, bleibt am Ende für denselbigen nichts mehr übrig. Jeder schimpft und hat die Faust in der Tasche, aber 2013 wählen die Kälber ihre Metzger wieder selber. Die einzige Oppositionspartei in diesem Lande wird schon seit Jahren kriminalisiert und soll verboten werden. Von denselben, die Tränen wegen der Oppositionsunterdrückung in Rußland, Syrien, China oder sonstwo vergießen!

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Otto Meier

40 Jahre 2.500 Euro Brutto und trotzdem ein Sozialfall. Wozu dann noch arbeiten?

Frau von der Leyen hat nicht mehr oder weniger als die Bankrotterklärung des Sozialstaates verkündet - für die, die es bislang noch nicht wußten. Sie hat damit das Totalversagen der Politik offen eingestanden. Daran ändert auch ihre Zuschußrente nichts, da kaum jemand davon profitieren kann.

Neben einem auf die Zeitdauer bezogenen unrealistisch hohen Einkommen, welches nur wenige Produktivkräfte aber viele Angestellte erreichen, müssen diese ja auch noch signifikant privat vorgesorgt haben. Wer aber kann das denn über einen derart langen Zeitraum?

Zwischen den Zeilen aber sagt Frau von der Leyen ja auch etwas ganz anderes, nämlich, daß die "Fleißigen" belohnt werden sollen und die "Faulen" sich ihr Dasein in Armut selbst zuzuschreiben haben. Eine subtile Schuldzuweisung in bester neoliberaler Manier. Nur, wer Mindestlöhne verweigert und Sozialbeiträge durch Zweckentfremdung veruntreut, wer Sozialabbau betreibt und der Umverteilung das Wort redet, der kann sich so nicht exculpieren.

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Karl Dietrich Naumann

Unverantwortliche Wahlgeschenke !

Die Absenkung der Rentenansprüche sind unserer Demographie geschuldet. Das wurde auch
lang und breit genug in der Öffentlichkeit diskutiert. Die nachwachsenden Generationen müs-sensich darauf einstellen und entsprechende Rücklagen bilden, sie können nicht auch noch
Renten finanzieren von denen sie selbst später nur träumen können. Wer den alten Satz
nicht beherzigt : "Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not !" darf sich nur in echten Notlagen
auf die Unterstützung der Allgemeinheit verlassen, das normale Alter zählt nicht dazu.
Nachdem die Haushalte mit Schuldenbremsen versehen wurden, ist es teuflisch, wenn jetzt v.der Leyen Wahlgeschenke aus der Rentenkasse begleichen will !

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 03.09.2012 13:43 Uhr

Schilda feiert fröhliche Urständ

Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass Frau vdL - wie übrigens auch ihre Kabinettskolleginnen - völlig unfähig ist, ein Ministerium zu führen, so ist dieser jetzt erbracht. Sie weiß garnicht, wovon sie redet, ihr Zahlenwerk stimmt vorn und hinten nicht, so einen Mist können nur Beamtenhirne ausbrüten.
Wer ausser Beamten verfügt nach 35 Berufsjahren über eine auskömmliche Altersversorgung - Politiker und Vorstände. Angesichts des unausweichlichen Rentenalters von 67 Jahren ist jede Rechnung, die nicht mindestens 45 Beitragsjahre zugrunde legt, unseriös. Nach dem aktuellen Stand beträgt die Durchschnittsnettorente nach 45 Jahren 1151 Euro, nach 40 Jahren 1023. Was soll das Armrechnen der Rentner, wer weiß heute, wie hoch die Einkommen in 18 Jahren sein werden? Von 2011 auf 2012 stieg das Durchschnittseinkommen um 7,2% auf 32 446 Euro. Hier wird Panik gemacht, um das Umlageverfahren weiter zu schädigen. Dabei muss dieses auf alle Einkünfte ausgedehnt werden, um zukunftssicher zu sein.

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Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 03.09.2012 12:37 Uhr

Die Rente offenbart die Grundfrage dieser Gesellschaft: Sein oder Nichtsein.

In unserem Land tummeln sich viele Lobby-Gruppen, die für Einzelinteressen ihrer Klientel arbeiten, ohne die Gesellschaft unseres Landes als zusammenhängendes Wirksystem zu erkennen. So kann man regelmäßig einen Aufschrei erfahren, wenn Kinderlosen z.B. höhere Rentenbeiträge auferlegt werden sollen, oder die klassische Familie gegenüber anderen Partnerschaften besonders geschützt sein sollte. Abtreibungen werden gar von den Krankenkassen bezahlt, Fertilisations-Medizin nicht!
Hier offenbart sich ein Grad an Degeneration der Gesellschaft, die sich letztlich auch im demographischen Faktor bei der staatlichen Rente ausdrückt. Der Wohlstand der Gesellschaft baut neben der Arbeitsleistung des Einzelnen auf den Fortbestand des Gesellschaft durch Nachkommen auf. Verweigern sich Menschen dieser Logik, gefährden sie gewollt oder unbewußt die Existenz unseres Gemeinwesens.
Die Politik muß folglich die Frage beantworten, ob der Fortbestand unseres Gemeinwesens schützenswert ist oder nicht!

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Karl Mielke
Karl Mielke (karo02) - 03.09.2012 10:58 Uhr

Rente aus Arbeit

Darum geht es hier. Die FAZ hat darüber zu berichten. Da diese Rentenpleite zum Zwecke der Ankurbelung der Ökonomie (oder auch Ankurbelung der Einkommensschere) vor 8 - 10 Jahren politisch verordnet wurde, haben wir es also sicher nicht mit einer neuen Nachricht zu tun. Da kann es doch für die FAZ nicht bei diesem Bericht bleiben!

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Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 03.09.2012 10:54 Uhr

Unsere rentenpolitische Marie Antoinette...

Von der Leyens Rat an die Normalverdiener: "Wenn sie nicht genügend staatliche Rente erhalten, dann sollen sie doch privat vorsorgen." Gute Idee.

Wenn es für meine Generation nicht so ernst wäre, dann wäre die Sache ganz lustig: seit Jahrzehnten ist bekannt, daß das Umlagesystem nur ordentlich funktioniert, wenn das Verhältnis von Beitragszahlern zu Beitragsempfänger einigermaßen angemessen und stabil bleibt. Schon bei seiner Einführung 1957 hatte Ludwig Erhard Adenauer gewarnt, daß so ein System nicht nachhaltig ist, was Adenauer mit seinem Ausspruch "Kinder kriegen die Leute sowieso" beseite wischte. Aber was 1957 noch richtig war, ist eben nicht richtig für ein System, das prinzipiell auf Ewigkeit angelegt ist.

Die "Zusatzrente" ist ein weiteres herumdoktern an einer gescheiterten Methode. Sie sollte ENDLICH Anlaß sein, eine ganz grundsätzliche Diskussion über die umlagenfinanzierte Sozialversicherung zu führen, die Diskussion, die die Politik seit über 50 Jahren verweigert.

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Jack Murphy

Soziale Ablenkungsmanöver

„Wir sollten ehrlich über einen Systemwechsel zu einer steuerfinanzierten Grundrente für alle diskutieren“, sagte er. „Der Rest ist dann private Vorsorge.“ Das sinkende Rentenniveau ist der Preis dafür, dass wegen der niedrigen Geburtenrate immer weniger Beitragszahler in das Umlagesystem einzahlen werden.

Die Polit-Feudalkaste vertieft die Zweiklassengesellschaft und verweigert die Diskussion der sozialen Gerechtigkeit. Warum wird die Rentenversicherung ausschliesslich über Beiträge aus Löhnen und Gehältern finanziert? Die Schweiz zeigt uns, dass es auch gerechter geht.

Warum werden alle Besserverdiener aus der sozialen Verpflichtung entlassen mit eigenen Versorgungswerken (Vorstände, Mediziner, Rechtsanwälte, Architekten und andere Freiberufler)?

Warum sind Einkünfte aus Kapitalvermögen, Mieten, Vorstandsboni etc nicht beitragspflichtig?
Die Beiträge könnten erheblich sinken - auch für Arbeitgeber - und Altersarmut für die derzeit verbliebenen Zwangsmitglieder wäre vermieden.

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Reinhard Wolf

Aber ....

warum denn dann noch eine Zusatzrentenversicherung abschließen wenn an ohnehin auf den Sozialhilfesatz herausläuft? Wie sich das Kind (Rente oder Sozialhilfe) jetzt nennt ist doch unerheblich. Aber der wirklich interessante Ansatz: Die jetzt schon ärmsten Bevölkerungschichten sollen den Karren aus dem Dreck ziehen. Frau Leyen: Warum denn bitte nicht solidarische Zusatzbeiträge von den Besserverdienenden, um das marodierende Umlagensystem zu stützen? Achso: Da betrifft ja Ihre Talkshow-claqueure!

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Philip Tory
Philip Tory (ecb017) - 03.09.2012 10:08 Uhr

Klarstellen

Vielleicht befreien wir die Rentenversicherung deswegen erstmalmal von dem ganzen versicherungsfremden Ballast den die Politik "reingepfuscht" hat und stellen die private Vorsorge in vollem Umfang steuerfrei. Die Politik verursacht das Problem, leugnet es ueber 30 Jahre und kommt nun mit "Loesungs"vorschlaegen, die das Problem verschaerfen statt entschaerfen. Frau Leyen muesste mal gesagt werden, dass ihre Zeit vorbei ist; sie glaubt immer noch, Politik machen heisst populistischen Unsinn verzapfen und den Steuerzahlen mit den Schulden alleine lassen. Diese Politikergeneration brauchen wir definitiv nicht mehr

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Ralf Schuster

Zahlen

Für heute normal arbeitende Arbeitnehmer wird kaum Rente übrigbleiben. Eine Tatsache die schon längst bekannt ist. Interessant ist, wie Frau v.d. Leyen solche schon bekannten Ergebnisse, die aufgrund von Beschlüssen der CDU zustande kommen, in eigene Aktivitäten ummünzen kann. Hier profiliert sich jemand auf anderer Kosten. Die in den Beispielen gezeigten Zahlen kann man nur bedingt nachvollziehen, vor allem mit den Kommentaren von von der Leyen. Wie kann man bei 35 oder 40 Beitragsjahren noch nie staatliche Leistungen in Anspruch genommen haben? Mit 16 / 18 angefangen kommen bei mir bis 67 Jahren 51 / 49 Beitragsjahre zusammen. Das ist schon skandalös viel. Aber eben doch eine andere Rechnung als die eben aufgemachte.

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Martin Poettgen

2.500 im Monat und mehr sind doch kein Problem...

...wenn wir alle Abgeordnete werden oder bei öffentlich rechtlichen Sendern arbeiten. Dort sitzt das Geld ja auch schön locker, da nicht erwirtschaftet, sondern per Steuer oder Zwangsabgabe erhoben. Die Privatwirtschaft steht in Preiswettbewerb hingegen oft gegen eine globale Konkurrenz. Wer in Asien als gut ausgebildete Kraft 400Eur verdient kann damit gut leben. 2500 und mehr als Gehaltsuntergrenze für alle Mitarbeiter würde für viele Unternehmen in Deutschland die Pleite bedeuten. Natürlich nicht für die üppig ausgestatteten Landessender, die für eine TV Produktion gerne 40 Seekontainer Studioequipment und Bühnentechnik von quer durch die Republik und zurück kutschieren lassen und damit 100.000sende Eur zwangsweise beigetriebener Abgaben sinnlos vernichten.
Würden wir uns des übergefräßigen Staatsapparats und seiner öffentlich rechtlichen "Tumore" entledigen, könnte man auch in Deutschland wieder von 2500 und weniger - und vielleicht auch mit 800 Eur Rente - gut leben

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Jürgen Dannenberg

Ich habe die Lösung!

Machen wir es doch so wie bei den Beamten. Die zahlen nix ein und bekommen fast den dreifachen Betrag.
Oder fast noch besser, wie bei den Politiker. Ein Abgeordneter bekommt nach vier Jahren abhängen im Bundestag auf die Summe von ca. 1450 Euro.
Wenn ich mir die Tabelle anschaue, nach 40 Jahren und 2900 € satte 912 €. Brutto wohlgemerkt.. Bei 3500 € dürften das gerade mal 100 € mehr sein. Auch nicht der Brüller.
Also lasst es uns so halten: Beamtenpensionen. Ein weiterer erfreulicher Nebeneffekt ist der, mit den eingesparten Rentenbeiträgen könnten wir bequem eine angemessene Immobilie finanzieren. Also, wir sollten sofort damit anfangen das System zu ändern.

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Kay Schmelzer

60 % oder mehr verdienen weniger

ich bin erschüttert was hier an Geschwätz zu lesen ist
2500 ergibt mit AG-Anteil rund 500 Euro im Monat und das ergibt nach 45 Jahren ab 2030 noch 600 ungrade Rente wenn keine Scheidung mit Punktabzug für noch weniger sorgt.
Meiner Meinung nach ist das deutsche Wirtschaftswunder Märchen die MAXIMALE Verarsche der Rentenzahler .
Die Steuereinnahmen überholen sich alle 5 Jahren die Gewinne der Konzerne Explodieren regelmaßig
Dei Diäten und Pensionen sind auch gut gepoltstert
Vor vielen JAhren wurden für letzteres die dritte Welt ausgebeutet, heute wird die häfte der Innlandsbürger ausgebeutet.
Um das ganze in richtige Bahnen zu lenken muss es zu einer Grundrente kommen die jeder Bürger erhält und die dann um die Beitragshöhe steigt.
Ein 2500 Verdiener zahlt 270 000 Euro in die Kasse in 45 Jahren wenn man diese Summe nur gering verzinst würde das Kapital nie aufgebraucht doch Rechnen hat die Politik ja noch nie können.
Und dazu passt ja dann Tötung auf Verlagen es gäbe keine Beschwerden

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Reinhard Wolf

Beam me up Scotti!

Das ist schon witzig: Wir ertrinken im Überfluß und werfen 30-40% aller Lebensmittel auf den Müll, verschrotten eben mal schnell 2.000.000 funktionsfähige Autos (Abwrackprämie) wenn der "Nachschub" Absatzprobleme hat. Allenthalben werden Produktion und Effizienz gesteigert. Wir ertrinken in Getgads und Apps. Wir drücken unseren Nachbarn Schulden auf, damit sie uns unsere Überflußproduktion abkaufen können (Beggar-my-Neighbour-policy) ... aber wir werden ärmer und ärmer ... und das, was der Mensch zum Leben braucht wird knapper und knapper.

Frau von der Leyen: So etwas nennt man Fehlallokation und SIE sind verantwortlich. Nicht enfach die Kohle abräumen (was Sie angesichts ihres zig-millionenschweren Privatvermögens eigentlich gar nicht nötig haben!) und ein "O-Haua-aua-haua-ha" von sich geben, sondern bitte ran an die Arbeit!

Falls Sie vor lauter Talkshowtingeltangel dafür keine Zeit haben: Ich bin seit 7 Jahren Hartz IV und kann sofort übernehmen!

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 03.09.2012 00:14 Uhr

Wenn es der von der Leyen ernst wäre

dann würde sie dafür kämpfen, dass die BRD sich sofort aus dem Euro verabschiedet. Denn dort geht das Geld durch den Schornstein, das den zukünftigen Rentnern fehlt. Und von wegen "zum Sozialamt gehen". .. In 5 Jahren wirds keine Sozialämter mehr geben, weil der Staat pleite ist.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 02.09.2012 23:01 Uhr

Guten Morgen

An den Leserbeiträgen sieht man ganz gut, warum die Politik so leichte Hand hat. Da wird gefragt, wo denn die Beiträge geblieben seien, und alle möglichen sollen in die "Rentenkasse" gegriffen haben. Dabei haben wir seit über 50 (fünfzig) Jahren ein Umlagesystem. Das bedeutet, das Geld wird augenblicklich von den derzeitigen Rentnern verfrühstückt und nichts (null) von den eigenen Beiträgen kommt der eigenen Altersvorsorge zugute. Das ist so gewollt, auch von den Wählern, seit den 1950ern, weil es so "gerecht" sei. Offenbar haben das aber viele bis heute nicht begriffen.

Man hätte das Geld auch sehr konservativ anlegen können, wie es die berufsständigen Versorgungswerke der freien Berufe tun, die mit den gleichen Beiträgen aus dem gebildeten Kapital trotz Finanzkrisen doppel so hohe Renten zahlen können... aber das wäre ja "kapitalistisch" oder gar "neoliberal", pfui bäh...

Ein staatsgläubiges Volk muß eben zufrieden sein mit dem, was der Staat an Almosen gibt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.09.2012 10:10 Uhr
Philip Tory
Philip Tory (ecb017) - 03.09.2012 10:10 Uhr

Richtig, aber ...

... nicht der Staat gibt die Almosen, sondern der Staat nimmt Schulden auf, streut ein bisschen ins Wahlvolk (was aber den Empfaengern auch nicht so recht viel bringt) und reicht die Schuldscheine an den Steuerzahler weiter

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Torsten Klier

Die Warnung ist berechtigt

Das Problem ist nur, dass von der Leyen nicht die Lösung, sondern das Problem selbst ist.
Wenn die Bundesregierung die Steuermilliarden für ClubMed-Hilfen und Solarwahn verballert, wenn die Bundesregierung die Unternehmen immer mehr drangsalisert,
wenn die Bundesregierung einen schon wahnwitzigen Kampf gegen deutsche Familien führt,
wenn die Bundesregierung die Masseneinwanderung ausländischer Arbeitsloser forciert und gleichzeitig die Einwanderung qualifizierter Ausländer behindert,
wenn die Bundesregierung immer mehr Versorgungspöstchen im ÖD schafft
dann wird die Substanz des Landes immer mehr ausgezehrt.
Für die wirklich Bedürftigen bleibt (einfache Logik) immer weniger übrig.

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Lars Köhler
Lars Köhler (LK670) - 02.09.2012 21:40 Uhr

Da fehlt noch was

Sogenannte Alterarmut droht nicht nur dem, der heute wenig verdient und nicht sparen kann. Auch die, die frühzeitig erkennen dass die Rente sicher ist - sicher zu wenig - sind die gekniffenen. Denn dank der auf "Stabilität" (nicht des Geldwerts, sondern der Inflation) ausgerichteten Politik der in EZB umgetauften Banco d'Italia werden auch die, die sparen vom allerfeinsten über den Tisch gezogen. Aber wir können beruhigt sein - denn sollt wider Erwarten vom Gesparten was übrig bleiben wird das durch Steuern und Sozialabgaben so hoch belastet sind, dass wir dann endlich wieder da sind, wo doch unsere Blockparteien hinwollen: Back to GDR, wo alles so schön gleich war.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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