26.05.2010 · Bisher ist es noch jedem deutschen Außenminister gelungen, in den Hitparaden der Beliebtheit zu landen. Nur Westerwelle nicht. Er gab jahrelang die Ein-Mann-Schau der FDP. Das erweist sich nun als Last.
Von Günther NonnenmacherSeltsam wäre es, wenn in einer Partei, die in den Umfragen binnen kurzer Zeit radikal absackt, keine Streitereien aufkämen. Das trifft natürlich in erster Linie den Parteivorsitzenden. Und tatsächlich ist erklärungsbedürftig, warum FDP-Chef Westerwelle nicht schafft, was bisher noch jedem Außenminister gelungen ist, nämlich in den Hitparaden der Beliebtheit oben zu landen.
Dass die FDP jahrelang als Ein-Mann-Schau wahrgenommen wurde, erweist sich jetzt als Last: Westerwelle reißt seine Partei mit ins Umfragentief, und niemand ist da, der diesen Absturz bremsen könnte. Brüderle, ewig gut gelaunt, spielt als Wirtschaftsminister bestenfalls eine zweite Geige; Frau Pieper, die noch nie viel Licht verbreitet hat, ist im Außenministerium vergraben; der andere stellvertretende Vorsitzende, Pinkwart, hat gerade in NRW eine Abreibung kassiert; Gesundheitsminister Rösler schippert mit seiner Reformpolitik zwischen den Klippen herum. Der notorische Quertreiber Kubicki hat jetzt die Fraktionsvorsitzende Homburger angegriffen. Und es stimmt ja: Ihre Auftritte im Bundestag sind eine Qual.
Luft anhalten und gründlich nachdenken hat noch niemandem geschadet.
Hermann F. Sack (Collobriere)
- 26.05.2010, 16:34 Uhr
Was ist wirklich seine Richtung? Seine Meinung?
pauline mohr (paulinemohr)
- 26.05.2010, 19:37 Uhr
Alles nur Show, in der Tat.
Suzana Mayr (stella_gemella)
- 26.05.2010, 20:12 Uhr
Hic Rhodos, hic salta!
Horst Günther (MarkTwain)
- 26.05.2010, 22:57 Uhr