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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Israels Selbstverteidigungsrecht Option Präventivschlag

 ·  Günter Grass kritisiert Israel und dessen Pläne eines präventiven militärischen Eingreifens gegen Teherans Atomprogramm. Niemand kann Staaten das Selbstverteidigungsrecht absprechen. Nur wann und wie kann es völkerrechtlich in Anspruch genommen werden?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (90)

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Utta Trageser

Präventivschlag

Ehrlich gesagt, von militärischen Dingen und dem politischen Taktieren verstehe ich nicht viel.

Die UN und der Sicherheitsrat handeln aber viel zu zögerlich und die Vetostaaten sind an Ihrem Machterhalt interessiert. China und Russland sind nicht die Paradebeispiele für Menschenrechte und Demokratie.

Besonders empörend finde ich, das merkantile Interessen immer vor Menschlichkeit und schnelles Handeln gestellt werden. Ob Israel oder der Iran die Bösen sind ist letztendlich egal, es geht um die Chance die Welt friedlicher und lebenswert zu machen, für die lebenden und die kommenden Generationen. Egal welcher Nation oder Religion wir angehören, Menschlichkeit und Toleranz sollten die Richtlinien allen Handelns sein in Politik, Militär und ...

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Gerd Weghorn
Gerd Weghorn (weghorn) - 11.04.2012 17:42 Uhr

Hier meine Antwort auf Ihre Fragen

Sie schreiben: „Freilich kann niemand Israel oder Iran (immerhin!) das Selbstverteidigungsrecht absprechen. Die Frage ist nur: Wann und wie kann es in Anspruch genommen werden? Wann liegt ein „bewaffneter Angriff“ vor?“
Nicht nur meine, sondern „die“ Antwort ist klar: dann, wenn Israel seinen „Präventivschlag“ ausführt!
Niemand kann widerlegen,
1. dass Israel "die Bombe" besitzt - und der Iran nicht.
2. dass Israel die Bombe einsetzen kann und der Iran nicht
3. dass Israel deshalb den Iran überfallen kann, ohne von diesem militärisch bedroht werden zu können
4. dass bei einem (unwahrscheinlichen) Verteidigungsangriff des Irans Israel sich "existenziell bedroht" fühlen, den Bündnisfall erklären und den (atomaren) Zweitschlag führen könnte, alles strategische Möglichkeiten, die der bündnisfreie, absolut isolierte, militärisch schwache, zu einem Angriff (wozu auch?!) völlig ungeeignete Iran nicht besitzt.
5. dass der Islam keine rassistische Weltanschauung ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 13:21 Uhr
Kilian Haus
Kilian Haus (khhaus) - 12.04.2012 13:21 Uhr

Ihre eigene ist immer "die" Antwort, nicht wahr? ;-)

Genauso kann "niemand widerlegen",

1. dass der Iran bestrebt ist "die Bombe" zu bauen
2. dass er Israel angreifen und die Bombe dabei auch offensiv einsetzen würde (was Israel bislang nicht getan hat), wenn er könnte
3. dass Israel mit einem einzigen Nuklearsprengkopf größtenteils zerstört und kampfunfähig gemacht werden kann.

Die Frage ist eigentlich nur, wie sich ein nuklear bewaffneter Iran verhalten würde und wie sicher man das voraussehen kann. Für Israel wäre die einzige befriedigende Antwort hierauf, dass der Iran mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Frieden wahren würde. Das feindselige Verhalten der iranischen Führung lässt aber genau diesen Schluss nicht zu.

Keine Regierung wird die Existenz ihres Staates und ihres Volkes einem solchen Unsicherheitsfaktor aussetzen, wenn sie auch anders kann. Ein taugliches Völkerrecht muss diese Tatsache berücksichtigen. Die Frage, ob Präventivschläge völkerrechtlich "erstrebenswert" sind, ist daher hier eher akademisch.

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Andreas Raab
Andreas Raab (winzling) - 11.04.2012 15:48 Uhr

Der Tabubruch besteht in dessen Inhalt …

… aber nicht durch dessen Form als Gedicht.
Es ist gut dass dieser Tabubruch mit diesem Zeitungsbeitrag in der FAZ und einigen Kommentaren dazu, versachlicht wird.

Die Gedichtform und der literarische Status eines Günther Grass, als Literaturnobelpreisträgers, ist für dessen besonders verstärkende Wirkung von Bedeutung. Die hysterischen und aggressiven Reaktionen darauf beweisen dieses Tabu.

Zunächst stellt sich daher die Frage ob die Aussagen in diesem Gedicht „wahr“ sind - und dann eben z.B. auch ob Israel ein Recht auf einen Präventivschlag hat.

In einer dpa-Meldung in Focus online, vom 26.02.2012, 12:31:

"Iran baut nach US-Berichten o f f e n b a r nicht an Atombombe" - bitte nachlesen ;-)

Solche Zeilen kann man leider sehr viel schwerer finden als den Mainstream bzw. die massenmedial gestärkte Meinungshoheit.

Gruß

*A

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Joe Kox
Joe Kox (JoeKox) - 11.04.2012 14:09 Uhr

Ich werde den Verdacht nicht los,

dass man im Begriff ist uns einen Angrifskrieg schmackhaft zu machen, so wie es auch für den Irakkrieg gemacht wurde. Man sabgte uns dass Saddam Atomwaffen und sonnstige Massenvernichtungswaffen besitze und herstelle. Es wurden keine Waffen gefunden, ergo es war ein illegaler Krieg, der zum Sturtz einervRegierung führte! Niemand klagt die Verantwirtlichen an!
Nun haben wir die gleiche Situation, Politiker wollen uns den Irankrieg verkaufen, und niemand wird hernach die Verantwortung tragen für tausende unschuldige Tote!
Ich glaube ihnen nicht mehr! Lasst die Menschen in Frieden solange sie keinen Schuss auf uns abgefeuert haben. Die Embargos gegen Cuba, Nord-Korea und Iran, sehe ich schon als feindlichen Akt an, da man anstatt über diplomatische Wege, über Erpressung versucht Einfluss auf die Innenpolitik eines Landes Einfluss zu nehmen.
Ich bin gegen das Prinzip "Bist du nicht mein Freund, so bist du mein Feind, und haue dir die Birne ein"

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manfred maier

"soll er mit der IAEA konstruktiv zusammenarbeiten..."

etwa so konstruktiv wie Israel?
Und bez. Hisbollah und Hamas.....WIE würde Israel die schleichende Gross-Israel mittels Siedlungs- und Wohnungsbau in den besetzten Gebieten sowie Ostjerusalem denn "erklären"
Halten sie es für Zufall, dass jeder angekündigten Verhandlungsbereitschaft umgehend das bekannt werden neuer Bauprojekte folgt?
@BEHRUS ALAVI ist uneingeschränkt zuzustimmen, Ahmadinejad und auch das Regime mögen unberechenbar sein, fanatische Selbstmörder sind sie mit Sicherheit nicht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 16:55 Uhr
manfred maier

die ebenso logische wie tragische konsequenz....

ihrer ausführungen wäre, "schlagen wir gleich alle tod", den mit sicherheit "kann man gar nichts sagen"!
schöner ausdruck, ihr "aktive agressoren"......haben sie eine vorstellung davon, wie die palästinenser die politik dieser israelischen regierung wahrnehmen?
doch nicht etwa?......genau als "aktibe agressoren".
es wird nicht weiterhelfen, die realität zu negieren. zumal dann nicht, wenn frieden tatsächlich zuoberst auf der agenda stehen sollte, wie zumindest verbal ja gerne betont wird.

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Konstantinos Dafalias

Unberechenbar ist unberechenbar

"Ahmadinejad und auch das Regime mögen unberechenbar sein, fanatische Selbstmörder sind sie mit Sicherheit nicht."

Der Satz ist ein Widerspruch in sich. Wenn sie unberechenbar sind, kann man gar nichts mit Sicherheit sagen.
Die Unterstützung der aktiven Aggressoren gegen Israel ist Beweis genug, dass hier nicht nur mit Säbeln gerasselt wird.

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Behrus Alavi
Behrus Alavi (BehrusA) - 11.04.2012 12:18 Uhr

Aus der Sicht eines Iraners

Ich denke nicht das der Iran Israel angreifen wird, und zwar aus folgenden Gründen:
Der Iran ist zwar eine Regionalmacht, hätte aber im Falle eines Angriffs auf Israel keine Chance da Israel als quasi Natomitglied die Nato im Rücken hat. Ausserdem wäre ein Angriff nur durch Raketen realisierbar, wie Erfolgreich so ein Angriff ist wirklich schwer zusagen. Land und Luftweg sind aufgrund der großen Distanz ausgeschlossen. Dafür hat der Iran große amerikanische Truppenverbände direkt vor der Haustür. Keine gute Situation einen Krieg zu führen.
Da der Iran angeblich nach der Atombombe strebt, und wie viele hier auf FAZ.net denken, auch gegen Israel einsetzen wird, gehen wir auch von dem Szenario aus: 1 iranische Atombombe, gegen Israels 200, gegen 10000 Nato Bomben. Wenn man einen Krieg führt, will man ihn auch gewinnen. So ist kein Krieg zu gewinnen. Falls der Iran tatsächlich eine Atombombe bauen will dann lediglich als Verhandlungsmasse um sein polit.System vor Interventionen zu schütze

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 14:32 Uhr
Behrus Alavi
Behrus Alavi (BehrusA) - 11.04.2012 14:32 Uhr

Warum der Iran nicht gerne mit der IAEA zusammen arbeiten will

Diese Frage hat Ahmadinejad ja Teilweise schon beantwortet: Die IAEA hat wohl eine Liste iranischer Atomwissenschaftler erhalten, von denen nun einige ermordet wurden. Da liegt der Verdacht nahe, das die neutrale IAEA auf welchen Wegen auch immer, geheime Informationen durchsickern lässt. Nun will die IAEA Zugang zu milit. Einrichtungen mit dem Vorwand der Kontrolle des Atomprograms. Mit einer potentiellen Invasion durch die USA im Nacken, würde ich auch nicht zu stimmen, dass potentielle Spione meine milit. Anlagen aufklären.

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Behrus Alavi
Behrus Alavi (BehrusA) - 11.04.2012 14:22 Uhr

Keines Wegs halte ich Israel für dumm oder stümperhaft

Allein das sich Israel über all die Jahre in dieser feindseligen Region halten konnte, spricht dagegen. Ich sehe das ganze Problem eher darin, dass Israel um seine Vormachtstellung bangt, die es seiner in der Region einzigartigen Atombomben verdankt. Iran könnte nach Atomwaffen streben um das eigene politischte Überleben (System, Autonomie) in Zukunft sicher zu stellen. Damit prallen zwei unvereinbare Interessen aufeinander. Diesen gordischen Knoten nicht mit dem Schwert zu lösen, ist die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft. Alles andere würde Leid und Tod über die ganze Region bringen. Ich habe meine Hoffnungen auf eine friedliche Lösung im Interesse beider Länder noch nicht aufgegeben.

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Konstantinos Dafalias

Sehr rational argumentiert

Leider hat sich Herr Ahmadinedschad nicht gerade als besonnener Staatsmann artikuliert.
Die Verleumdung des Holocausts ist da noch das geringere Übel.
Ebenso ist bekannt, dass Hisbollah und Hamas Israel permanent mit - wenn auch meist eher stümperhaften - Raketen angreifen, wozu sie ohne die massive Hilfe seitens des Iran nicht in der Lage wären.

Sie können den Juden vieles nachsagen, aber sicher nicht, dass sie dumm sind, oder dass der Mossad etwa so stümperhaft arbeitet wie der CIA.
Die Anschuldigung, Israel würde den Nahen Osten vorsätzlich anzünden sind absolut haltlos.
Das ist als würde der von Bullies umzingelte Nerd anfangen mit Steinen zu werfen.

Wenn Ahmadinedschad wirklich so harmlos ist, wie viele hier in ihrer bequemen Position in Deutschland behaupten, soll er mit der IAEA konstruktiv zusammenarbeiten.
Wenn er das nicht tut, ist er selber schuld, wenn ihm Israel die Bomben auf den Schädel haut.

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Dr. Paul Schmidt

Unfug...

Sie würden vor den meisten Gerichten freigesprochen. Neulich geschehen, bei dem Bandido oder Hells Angel, der durch die Tür einen Polizisten erschoss, von dem er "glaubte" er wäre ein anderer Rocker, der vorher gedroht hatte ihn zu töten. Putative Notwehr.... hier zählt nur, ob der mutmaßlich Angeriffene glaubt, daß es um eine tödliche Situation geht. In dem Fall werden Sie nicht, wie von ihnen behauptet verurteilt, sondern eben gerade nichjt, wie auch das Urteil zum oben genannten Fall belegt. Das ist nicht "komisch", wie Sie behaupten, sondern in den meisten zivilisierten Staaten, zu recht geltendes Recht. Nehmen Sie die SS-Schergen, die haben sich zu 1000enden mit angeblich tödlichen Konsequenzen den Befehlen gefügt, die es aber tatsächlich nicht gab. Auch diese wurden freigesprochen. Es geht nicht um die Tatsache eines Angriffs, wie Sie behaupten und wie auch der Autor des Artikels belegt, sondern um die subjektiv als real empfundene Bedrohung.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 17:01 Uhr
manfred maier

@dr. paul schmidt

ich habe ihren beitrag im zusammenhang gelesen und sehe keinen sachlichen anlass meine ausführungen - welche sie übrigens geflissentlich unkommentiert lassen - zu revidieren.
ihre rechtsansicht ist genau das, was sie einer kontroversen meinung in ihrem titel unterstellen: unfug.
mfg

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Ulrich Hinderer

Interessant.

Was wird wohl der Richter sagen, wenn jemand seine putativen Notwehrgedanken lange vor der angeblichen putativen Notwehrhandlung in der Presse publiziert?

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Dr. Paul Schmidt

@ Herrn Maier nochmal!

Mein Beitrag war wie bereits erwähnt, was Sie auch unterlassen haben zur Kenntnis zu nehmen, eine Antwort auf einen anderen Beitrag und wurde hier falsch gesetzt. Lesen Sie bitte also vorher : George Rauschers Beitrag. Meiner gehört als Antwort darunter. Vielleicht verstehen Sie ja dann den Zusammenhang.

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Dr. Paul Schmidt

Objektiv...ist nicht gleich objektiv

@ Herrn Maier: Ich fühle mich bzgl. des Selbstverteidigungsrechts des Irans nicht bemüßigt den Autor des Artikels zu wiederholen. Dort steht es ausdrücklich drin, wenn Sie etwas dazu wissen wollen, bemühen Sie sich bitte selber.
@ Herrn Mühlenberger: Schluss endlich haben Sie bei all der Paragrafenstrunzerei nicht beachtet, daß es "objektiv" darum geht den SUBJEKTIVEN Sachverhalt nachvollziehen zu können. Nichts anderes habe ich behauptet. Das ein dritter die Logik des Betroffenen nachvollziehen können muss, habe ich niemals abgestritten und versteht sich von selbst. Das hier nochmal zu erwähnen ist überflüssig.

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manfred maier

"zumindest aus subjektiver Sicht eine starke Bedrohung direkt vor der Haustür...."

ich hoffe sie haben bei ihren ausführungen berücksichtigt, dass der iran, gegen den längst ein nicht erklärter krieg im gange ist und welcher von israel offen bedroht wird, dieses recht - das in der von ihnen erwähnten form NICHT gegeben ist - ebenso in anspruch nehmen könnte.

es gibt im völkerrecht von krieg und frieden KEIN recht auf präventive angriffe, dies auch dann nicht, wenn dies in form verzweifelter windungen herbeigeschrieben und geredet werden soll.

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Dr. Paul Schmidt

Fehler..

Mein Beitrag war eine Antwort auf: Georg Rauscher / Fragen über Fragen und wurde wohl falsch von mir abgesendet. In diesem Zusammenhang geht es meiner Argumentation darum zu belegen, daß wie Herr Rauscher behauptet eine Verurteilung für putativ Notwehr in westlichen Staaten nicht existieren würde, sehr wohl existiert. Also um die reine Tatsache, daß eine subjektiv geglaubte Bedrohung durchaus ausreicht und nicht wie Herr Rauscher behauptet ein tatsächlicher Angriff vorliegen muss. Um auf Ihre Bedenken zu antworten: Ich denke der Vergleich ist durchaus stimmig, sobald Iran eine Atombombe besitzt und an einer Abschussrampe bastelt, wären die Vorraussetzungen spätestens erfüllt, da aber Israel nicht weiß und zumindest davon ausgehen muss, daß eine Bombe da ist, schon alleine zur eigenen Sicherheit, ist zumindest aus subjektiver Sicht eine starke Bedrohung direkt vor der Haustür.

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Reinhard Wolf

@ Dr. Paul Schmidt: Stop! Momentemal! Ihr zitierter Fall, in dem ein Bandido oder Hells Angel

einen Polizisten durch die Tür erschossen hat, von dem er "glaubte" er wäre ein anderer Rocker, der vorher gedroht hatte ihn zu töten weicht ja ein ganz großes klitzkleines Bißchen von dem hier diskutierten Fall der präventiven Verteidigung ab. Er ist ja nicht losgezogen, um präventiv irgendjemanden in der Absicht der präventiven Notwehr zu erschießen, weil diese Person möglicherweise irgendwann einmal bewaffnet vor seiner Tür stehen könnte, sondern er hat sich in einer (aus seiuner Sicht) unmittelbaren Notwehrsituation befunden: Es hat tatsächlich jemand vor seiner Tür gestanden, der auch tatsächlich eindringen wollte! Bedingt durch das undurchsichtige Wesen der meisten Türen (ausgenommen Glastüren) hat es den Falschen erwischt, weil er in der Situation nicht erkennen konnte von wem die tatsächlich existierende Gefahr ausgeht.
PS: Den Freispruch kann ich persönlich übrigens nicht nachvollziehen: Jemand der bewafnet ist handelt aus meiner Sicht von vorneherein IMMER mit Vorsatz!

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 11.04.2012 10:16 Uhr

Mehr als 23.000 Nuklearsprengköpfe weltweit

Insgesamt sollen neun Staaten Nuklearsprengköpfe besitzen. Dazu gehören die fünf offiziellen Atommächte China, Russland, Frankreich, Großbritannien und die USA. Weitere vier Staaten besitzen ebenfalls Atomwaffen, nämlich Nordkorea, Indien, Pakistan und Israel. Dem Iran wird der Besitz unterstellt. Die Organisation Federation of American Scientists (FAS) schätzt, dass es weltweit etwa 23.300 Nuklearsprengköpfe gibt, von diesen sind 8.200 Stück einsatzbereit. 2.200 Sprengköpfe aus Russland und den USA sind sogar kurzfristig einsatzbereit. Massig Atomwaffen besitzen die Vereinigten Staaten und Russland. Russland besitzt etwa 13.000 Atomwaffen, die USA 9.400. Andere Staaten haben deutlich weniger Sprengköpfe. Laut den Angaben besitzt China 240, Frankreich 300 und Großbritannien 185. Die weiteren Mächte haben deutlich weniger Waffen. Also losgehts, dann ist egal wer angefangen hat! 23000 Schwachköpfe!!!! Und noch viel mehr....

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George Rauscher

Fragen über Fragen

Komisch ist dich, daß ich vor jedem Gericht der Welt scheitern würde wenn ich mein Recht auf präventive Selbstverteidigung geltend machen wollte. Verteidigung kann immer erst nach einem Angriff erfolgen.
Israels vollmundige Ankündigungen eines Präventivschlages, also eines Angriffs, könnten doch vom Iran auch als Bedrohung angesehen werden, oder nicht?
Die USA haben doch selbst noch für das Iranische Atomprogramm geworben, damals war noch der bequeme Schah an der Macht, mit dem Motto "Seht her, die haben so viel Öl und vertrauen dennoch auf Atomkraft". Einfach mal mit "iran nuclear schah" bei Google Bilder suchen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 12:30 Uhr
Dr. Paul Schmidt

Unsinn...

Schon mal den Begriff Putativ Notwehr gehört? Der ist ein gängiges Instrument westlicher Rechtssprechung. Hierbei reicht eine subjektiv als real empfundene Bedrohung aus, um den Tatbestand der Notwehr zu erfüllen. Im Falle des Rockers, der letztens einen Polzisten erschoss und behauptete er hätte gelaubt fremde Rocker würden an seiner Tür rumfummeln, wurde freigesprochen. Nur ein Beispiel. Das ein tatsächlicher Angriff erfolgen muss, ist kompletter Unsinn. Wenn Sie den Artikel nochmal lesen, werden Sie übrigens die Passage finden, in welcher der Autor ganz klar sagt, daß auch Iran selbstverständlich gleiches Recht auf Selbstverteidigung hat. Allerdings wäre dies im Verhältnis zu vorher ergangenen Vernichtungsankündigungen des Irans zu sehen und damit wohl hier erst im Falle eines tatsächlichen Angriffs Israels gegeben, da Israel grundsätzlich nicht den Iran vernichten möchte, sondern nur selber existieren will und nichts anderes wurde behauptet.

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@ Reinhard Wolf

Was wollen Sie mit Ihrem Beitrag sagen? Außer übelster Beschimpfung des Christentums ist die sonstige Aussagekraft in meinen Augen gleich Null

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 11:42 Uhr
Reinhard Wolf

@ Ulrich Schnappe: Wieso habe ich das Christentum beleidigt?

Ich habe mein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Dieses Unverständnis richtet sich nicht gegen das Christentum, sondern betrifft jene, die vorgeben nach dem Christentum zu leben (z.B.u.a. chritlich-demokratische-Union / CDU) aber sich bis auf Banalitäten, die sie wichtig nehmen (wie z.B. Tanzverbot (auch für Nichtgläubige!!!) an Karfreitag) nicht wirklich für die Inhalte dieser Religion interessieren und auch nicht wirklich danach handeln und leben. Sonst käme man wohl kaum auf die Idee so etwas wie eine "Option auf den Präventivschlag" auch nur anzudenken, geschweige denn zu diskutieren.

Wenn Sie den Hinweis auf einen ganz offensichtlich wahren Sachverhalt als Beleidigung auffassen, dann kann ich Sie nur bitten mal kurz in sich zu gehen und, dass Sie vielleicht mal mit einen Realitätsabgleich versuchen Ihren Erkenntnishorrizont zu erweitern.

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@ Charlotte Woess

Wenn Israel allein für sich wäre, könnte man Ihnen durchaus Recht geben. Dann müsste es alleine die Folgen seines Erstschlages tragen. Glauben Sie wklich daß des kleine Israel einen geballten Rückschlag mit konventionellen Raketen so einfach wegstecken könnte? Israel würde sich auf die Hilfe des Westens verlassen. Kann es das, wo dann mit Sicherheit China und Russland auf der Seite Irans zu finden wären. Was Sie fordern ist das Risiko eines Weltkrieges, der dann dem Mayakalender recht geben würde. We will see.

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Horst Ziegler

Es wird zurückgeschossen....

ist eine von den Methaphern, um einen sog. Verteidigungskrieg zu führen, der ein Erorberungskrieg sein kann, im Falle Iran versus Israel aber nicht zeitgemäß ist. Beide Länder haben keine gemeinsamen Grenzen und müßten Distanzkriege mit modernen Waffen führen. Dazu ist aber weder Israel noch der Iran in der Lage. Beide Länder sind Mittelmächte, die auf ihre jeweiligen Allierten angewiesen sind. Die Garantiestaaten USA und Deutschland garantieren, die Existenz Israels und Russland wird sich um den Iran kümmern. Es herrscht also in Wirklichkeit eine Patt-Situation, die nicht durch dumpfe Drohungen von beiden Seiten aufgelöst wird. Die Garantiestaaten haben dafür Sorge zu tragen, dass derf IRAN nicht in der Lage ist, eine Langstreckenwaffe gegen Tel Avis erfolgreich "durchzubringen". Ob das Patriots oder andere Raketenwaffen z.B. in Erzurum, Osttürkei wären oder in Georgien, spielt eine untergeordnete Rolle. Israel unter dem Aspekt des Präentivschlage zu diskutieren, ist überhaupt falsch!

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manfred maier

eine hervorragende Analyse des Völkerstrafrechtlers und Rechtsphilosphen R. Merkel...

..zum Thema existiert in Form einer nachträglichen rechtlichen Würdigung des Einsatzes in Libyen.
Unter dem Titel "Der illegitime Triumph" analysiert er Ausgangslage und Ergebnis und endet mit einem Satz, der die Realität recht gut spiegelt: "...nährt das einen lange schwelenden Verdacht: Das Völkerrecht von Krieg und Frieden entwickle sich zu einem neuartigen Typus hegemonialen Rechts, das über den Sicherheitsrat eine leere Form von Legalität für die eigenen, von keinem Rechtsprinzip gedeckten Interessen zu mobilisieren versteht."
Wer sich zb die Strategiepaiere des neoliberalen think thanks PNAC durchliest, sich an die Äusserungen der Regierung Bush jr. bez. Iran erinnert, wird unschwer bestreiten können, dass dieses Land nicht nur im Focus von Israel steht, sondern sich seit Ende 1979 die Marionette Shah gestürzt wurde, mit Angriffskrieg (1980 Irak mit massiver US Unterstützung), Sanktionen und Terror konfrontiert sieht.
ob dieses Treiben als "rechtmässig" umgeschrieben werden kann?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 13:05 Uhr
Pierre Dumaine

bzgl Merkel

Der Artikel Merkels entspringt übrigens seinem Aufsatz "Die Intervention der NATO in Libyen -
Völkerrechtliche und rechtsphilosophische Anmerkungen zu einem weltpolitischen Trauerspiel". Zu finden als pdf bei zis-online, bzw. bei Google wenn man den Titel direkt eingibt. Der Aufsatz ist naturgemäß etwas länger und ausführlicher als der Artikel.

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Reinhard Wolf

Ich bin nicht gläubig, aber wird im hiesigen Kulturraum nicht der Glaube an eine Religion gepflegt,

die ganz elementar auf eine Geschichte mit der Backe aufbaut? Es ist schon lange her, aber ich versuche mich zu erinnern: War da nicht etwas wie:
„Und wer dich schlägt auf eine Backe, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre auch den Rock nicht“ (Lukas, Kapitel 6, Vers 29)
„Ihr habt gehört, daß da gesagt ist ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn’. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, wenn dir jemand einen Streich gibt auf deine rechte Backe, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel“. (Matthäus, Kapitel 5, Verse 38 bis 40)
Trotz unablässig praktizierter Rituale wie Urbi et Orbi und die Macht der heilgen Dreifaltigkeit ist davon nicht wirklich viel in den Köpfen und schon gar nicht in der Realität angelangt. Naja, am Tanzverbot am Karfreitag wird unerbittlich festgehalten ... aber der eine und andere Präventivschlag in Gottes Namen geht schon in Ordnung!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 07:31 Uhr
Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 11.04.2012 07:31 Uhr

Mehrheitlich JUDEN???

War Jesus nicht auch ein Jude und ist er nicht gleichzeitig Christ, da ja die Christen der Lehre des Juden folgen? Na ja die Moslems sind auch nur abgespaltete Glaubensbrüder, die der Abrahamschen Sippe entsprangen, so wie die Juden auch, also auch die Christen.
Toll, gell, eine verrückte Familie ist das.

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Reinhard Wolf

@ Silke Sauer und @ M.Pape: Auf derart interessante Reflektionen hatte ich nicht im Traum gehofft!

Was für das menschliche Miteinander gilt, gilt also nicht für das Miteinander unter Gesellschaften und Staaten? Eine äußerst interessante Sichtweise! Dabei dachte ich immer, dass Staaten und Gesellschaften letztendlich auch nur Menschen sind. Wieder was dazugelernt!
Es mag ja sein, dass weder in Israel noch im Iran nach christlichen Maßstäben gelebt und gehandelt wirrd. Aber: Wenn in einer deutschen/westeuropäischen Zeitung, in einem deutschen/westeuropäischen Land über das Recht/Unrecht von Präventivschlägen diskutiert wird und wenn es darum geht, ob Deutschland, respektive ein westeuropäisches Land Waffensysteme oder Waffenträgersysteme zu diesem Zweck liefert und wenn es um die vermeintlich legitimierte Staatsräson Deutschlands geht, dann sollten (kulturell gesehen) doch eher christliche Maßstäbe gesetzt werden, statt jüdischen oder muslimischen ... oder handeln Sie in einem Konflikt mit einem Moslem etwa plötzlich nach muslimischen Maßstäben? Das nenne ich Anpassung! Respekt!

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Silke Sauer

Die Bergpredigt als politisches Programm?

Herr Wolf, Ihnen ist sicher nicht entgangen, dass es sich bei der Bevölkerung Israels mehrheitlich um Juden, bei der Bevölkerung Irans im wesentlichen um Muslime handelt. Neutestamentliche Zitate als Handlungsgrundlage anzuführen ist daher relativ zwecklos. Sie sind nicht gläubig, ich bin keine Theologin, aber ich denke, wir können uns darauf einigen, dass Jesus bei der Bergpredigt sicher keine politische Agenda entwickeln wollte. Die linke Backe hinzuhalten, brachte ihn selbst ans Kreuz (Stichwort Karfreitag) und ähnliche Opferbereitschaft erwartete er auch von seinen Nachfolgern. Wollte man versuchen, einen Staat nach diesem Prinzip zu führen, dann würden diese Staaten ein ähnliches Ende nehmen wie Jesus. Das heißt nicht, dass man Gewalt anwenden muss, aber Gewaltlosigkeit sollte man auch nicht mit Dummheit verwechseln. Bibelzitate in Ehren - aber immer schön auf dem Teppich bleiben.

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M Pape
M Pape (Hermes4000) - 10.04.2012 18:08 Uhr

Wenn sie auf religiösem Gebiet eher wenig bewandert sind, ...

... dann unterlassen Sie es doch einfach, aus den christlichen Regeln für das menschliche Zusammenleben die Staatsräson für ein Land herzuleiten, dessen Bevölkerung zu drei Vierteln aus Juden und einem Fünftel aus Muslimen besteht. Und interessanterweise ausschließlich für dieses. Wenn Sie also meinen, es gezieme sich nicht für Juden, sich gegen Gewalt zur Wehr zu setzen, dann schreiben sie das doch einfach.

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Charlotte Woess
Charlotte Woess (cwoess) - 10.04.2012 16:57 Uhr

Israel hat das komplette Recht zur Selbstverteidigung

Iran droht Israel konstant mit Vernichtung. Nicht einmal ,nicht zweimal,konstant.Iran's Hand sitzt in Lebanon mit konstanter Drohung der Raketen die auf Israel gerichtet sind. Israel lebt im Schatten dieser Angriffslust und keiner kann diesem Land verwehren diese Angriffe verbal oder per proxy nicht ernst zunehmen. Israel will keinen Krieg, aber Israel weiss auch ganz genau das keiner Israel beschuetzt ausser ISrael selber. Leute verurteilen Israel immer wieder ohne ueber die Tatsache nachzudenken das dieses Land jeden Tag um seine Existenz kaempft. Und jeder weiss auch das es Israel nicht mehr geben wuerde wenn sie militaerisch nicht diese Staerke haetten. Wir verurteilen ohne zu verstehen wie es ist seine Existenz erklaeren zu muessen. Israel weiss es und wird nicht abwarten das jemand anders sie rettet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.04.2012 19:16 Uhr
Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 19:16 Uhr

Antwort

Wie langsam klar geworden sein sollte, droht Iran Israel nicht mit Vernichtung. Nicht einmal, nicht zweimal, und auch nicht konstant.

Dennoch ist Israel das Land, das im Nahen Osten wohl am staerksten um seine Existenz fuerchten muss - ich glaube nicht, dass es sich eine Niederlage gegen die Nachbarn erlauben kann.

Ironischerweise gibt es nur einen Staat im nahen Osten, der noch staerker um seine Existenz fuerchten muss: der noch nicht existente Staat der Palaestinenser.

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Reinhard Wolf

Dieses „naturgegebene“ Recht (Selbstverteidigung) ist aus der Sicht des Angegriffenen zu beurteilen

Da von jedem und allem jederzeit (in Abhängigkeit der Situation )für alles und jeden eine mögliche Gefahr ausgeht (sogar Wasser und Sonne, beides Überlebensnotwendig, kann im falschen Moment absolut tödlich sein), wäre es wohl das Naheliegendste und Vernünftigste alles Leben generell präventiv auszulöschen: Dafür würden sich die weltweit über 20.000 Atomsprengköpfe zusammen mit den ca. 440 für "friedliche Zwecke" in Betrieb befindlichen Atomreaktoren ganz hervorragend eignen. Warum noch auf einzelne Problemsituationen eingehen wenn doch wirklich alle Probleme präventiv für alle Zeiten (zumindest was die Menschheit betrifft) mit einem einzigen koordinierten Schlag endgültig gelöst werden können? Bei einem einzigen koordinierten Schlag alle gegen alles würde man sich auch die leidliche Diskussionen ersparen wer sich warum wann als erster gegen wen präventiv verteidigen musste/konnte/durfte. Das hätte dann was von finaler Gerechtigkeit bei der alle allen gleichzeitig zuvor gekommen sind.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 13:14 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 11.04.2012 13:14 Uhr

sehr amüsiert.....

verfolge ich seit langem Ihre Beiträge..... gerade musste ich sogar laut lachen..... sehr feine Ironie!

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Reinhard Wolf

"hat die Bundeskanzlerin die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson erklärt"

Ja, hat sie in 2008. Ich nehme es dieser Dame nicht für übel, dass sie das Grundgesetz nicht kennt. Wooher auch bei ihrer Herkunft? Prpblematischer ist es da schon, dass sie überhaupt in dieses Amt gewählt worden ist. Am Problematischsten aber ist, dass bei den zahlreichen Grundgesetzverletzungen dieser Frau kein Aufschrei durch das Volk geht. Wo bitte gibt es im GG einen Hinweis darauf, dass eine Staatsräson zulässig, geschweige denn gewünscht ist. Für alle, die es vergessen haben oder, wie Frau Merkel, noch nicht Kenntnis davon genommen haben: GG Art. 1:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 10:00 Uhr
George Rauscher

Herr Wölfel,

Das ist ja mal ein Argument in solch einer Diskussion.

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Lothar Wölfel

Dass Sie mit der Maske der halbkriminellen Hacker-Gruppe Anonymous hier Beträge über

Recht und Gesetz schreiben, lässt das hoffen, dass sich Ihre Vorbilder auch bald daran halten?

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Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 15:56 Uhr

Iran und Israel

Iran hat Israel nicht mit der Vernichtung gedroht und schon gar nicht klar gemacht, diese nichtvorhandene Drohung in die Tat umzusetzen. Iran bestreitet nicht das Existenzrecht Israels, wenn sich die Palaestinenser fuer die 2-Staatenloesung entscheiden (was sie mehrheitlich tun). Damit relativiert sich wohl dieser Satz: "Besonders brisant sind Aufrufe zur Auslöschung eines anderen Staates in Verbindung mit der Missachtung völkerrechtlicher Vorgaben zum Atomprogramm." Denn Iran hat nicht zur Ausloeschung eines anderen Volkes aufgerufen. Hingegen erlaubt Israel (zur Zeit) noch nicht die Existenz Palaestinas, und nimmt immer mehr und mehr Land der Palaestinenser fuer sich in Anspruch. Das ist eine faktische Aberkennung des Existenzrechtes. Und gegen UN-Resolutionen verstoesst Israel schon immer.

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Michael Scheffler

Ich kann mich nur wundern

Für jeden nicht ganz militärisch Ahnungslosen ist klar, dass der Iran in keinster Weise in der Lage ist, Israel anzugreifen. Er hat in naher Zukunft keine funktionsfähige Atombombe und wenn, keine Möglichkeit, sie ins Ziel zu transportieren. Das Säbelrasseln seiner Führung ist mehr für die Innenpolitik gedacht. Und wer öfter mit Mneschen aus der arabischen bzw. persischen Region zu tun hat, weiß auch um die besondere Großmannsucht. Wenn wir in Deutschland Angst vor Kontamination durch japanische AKW haben, welche Angst müssten wir dann erst haben, wenn Israel riesige Gebiete in Iran kontaminieren würde...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.04.2012 22:28 Uhr
Sven Kerpen

Dann erklären Sie mir doch mal was die Hizbullah mit den Palästinensern zu tun hat?

Hizbullah ist, soweit das aus deutscher Sicht zu beurteilen ist keine Terrororganisation. Was die Amerikaner und Franzosen dazu sagen liegt in Ihrer eigenen Geschichte im Libanon begründet. Hizbullah ist eine nichtstaatliche militärische Organisation die in die Kommanostruktur der Iranischen Revolutionsgargen eingebunden ist. Das kann man mit desillusionierten palästinensischen Terrorkommandos nun wirklich nicht vergleichen! Da tun sie der Hizbullah Unrecht!

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Michael Scheffler

Naja Herr Kerpen, Sie haben sicher Recht, aber:

So wie die Israelis die Palästinenser behandeln, darüber haben sich i.Ü. Herr Blüm und andere Unverdächtige schon geäußert, muss man sich nicht wundern, dass für die Terrororganisationen immer wieder Nachwuchs bereitsteht. Ich bin der Meinung, dass in diesem Konflikt der eine 10 Pfennige und der andere einen Groschen wert ist.

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Sven Kerpen

Was ist mit Hizbullah?

Herr Schäfer in Bezug auf nukleare und konventionelle Kriegsführung haben sie sicherlich recht, dass das militärisch aus der Sicht des Irans nicht Sinnvoll ist. Umgekehrt, hat aber Israel auch nicht unbedingt die Projektsionskraft, die es benötigen würde um militärisch sinnvoll gegen den Iran vorzugehen. Trotzdem stellt der Iran, vor allem durch die Hizbullah an der Nordfront Israels ein erhebliches asymmetrisches Bedrohungspotential dar. Wer militärisch nicht ganz ahnungslos ist, dem ist bekannt, wie eng Hizbullah durch Training, Bewaffnung und Einbindung in die Kommandostruktur an die iranischen Revolutionsgarden gebunden ist. Der ganze Hype um (nichtexistente) iranische Atomwaffen ist eben medial einfacher zu vermitteln, und dient dem Aufbau des Irans als Feindbild in den westlichen und arabischen Medien. Die wirkliche iranische Bedrohung für die Israelische Bevölkerung - die sitzt im Südlibanon!

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 10.04.2012 15:26 Uhr

Die iranischen Absichten und die Farsi-Linguisten

Jetzt wird also wieder darüber diskutiert, was der iranische Präsident denn nun gesagt haben soll. Es gibt tatsächlich unterschiedliche Übersetzungen. Wobei der Vorschlag, die Juden nach Kanada überzusiedeln, unmissverständlich ist. Aber das alles einmal beiseite gelassen: In Teheran wird man sicher auch wissen, dass es eine Diskussion über den Begriff des Auslöschens anderer Staat gibt. Was also hält die iranische Regierung davon ab, klipp und klar zu sagen: Nein, wir meinen nicht die Auslöschung Israels. Wir meinen, nur die Besetzung des Westjordanlands durch israelische Truppen und Siedler. Diese muss beendet werden. Das wäre doch mal ein klärendes Wort. Das aber nicht kommt.

Es ist nun an den den Farsi-Linguisten, diesen Punkt zu klären. Warum anerkennt der Iran nicht Israel? Warum drückt er sich um eine Klarstellung?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.04.2012 18:26 Uhr
Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 18:26 Uhr

Antwort

Kommen wir nun zur Ironie der Geschichte: Das hoechste der Gefuehle, was Iran verfolgt, ist also eine Entfernung Israels aus Palaestina. Und auch das nur, wenn die Palaestinenser das auch wolllen.

Gleichzeitig arbeitet Israel aber an der "Ausloeschung" des palaestinensischen Staates (durch immer neue Landnahme und Siedlungsbau). Freilich ohne das auszusprechen. Wobei ich zugebe, dass es unklar ist, was Israel hier verfolgt; aber die bisherige Richtung, in die Zukunft extrapoliert, laesst einen lebensfaehigen palaestinensischen Staat nicht zu, also muss ich daraus schliessen, dass Israel zumindest unbewusst dieses Ziel verfolgt. Ganz offensichtlich glaubt Israel, das Recht zu haben, beliebige Teile des palaestinensischen Gebietes als israelisch zu betrachten. Das sollte schlimm genug sein und kommt der "Ausloeschung" des palaestinensischen Staates (nicht seiner Bewohner) sehr nahe.

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Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 18:22 Uhr

Antwort

Ich hoffe, Ihnen ist hiermit klar geworden, warum Iran Israel nicht anerkennen kann, wenn Iran seinen eigenen Ueberzeugungen folgen will. Es kaeme einer Anerkennung eines Besatzerregimes gleich.

Aus allem vorhergehenden sollte klar geworden sein, dass Iran nicht die Ausloeschung der Juden noch die Ausloeschung des juedischen Staates will. Was Iran will, ist ein Ende einses Besatzerregimes in Palaestina, was palaestinensische Leben zur Hoelle macht.

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Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 18:16 Uhr

Antwort

"Wobei der Vorschlag, die Juden nach Kanada überzusiedeln, unmissverständlich ist."

Vor allem erkennen Sie hieran, worum es Iran NICHT geht: um die Ausloeschung des israelischen Volkes und seiner Bewohner. Er will nicht einmal um das Ende der staatlichen Unabhaengigkeit Israels!
Es waere nett, wenn zumindest das einmal bei den Journalisten durchkommen wuerde.
Ahmadinedschad und Khamenei haben eigentlich sehr deutlich gemacht, was sie nicht anerkennen wollen: das zionistische Besatzerregime.
Damit sollte fuer Sie klar folgern, aus welchem Grund Israel nicht anerkennt. Weil alle bisherigen isreaelischen Regiierungen seit '67 ein Besatzerregime sind. Ahmadinedschad KANN Israel bei der heutigen israelischen Politik gar nicht anerkennen, wenn er seiner Grundueberzeugung der Selbstbestimmung der Voelker und der Rechte der Palaestinenser treu bleiben will.

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Manfred Mannheimer
Manfred Mannheimer (bnnn) - 10.04.2012 18:07 Uhr

Antwort

Ich fuer meinen Teil halte es fuer wahrscheinlich, dass Ahmadinedschad (wie auch die meisten anderen Muslime im mittleren Osten) ein Verschwinden Israels aus Palaestina begruessen wuerden. Aber er geht dabei nicht so weit, dies militaerisch durchsetzen zu wollen. Da er ein Verschwinden Israels befuerworten wuerde, hat er kein Interesse daran, dass seine Worte als zu weich (also in irgendeiner Weise als Anerkennung des momentanen Regimes) interpretiert werden koennen.
Die Situation, mit der er selbst (und die meisten Muslime) leben wuerde koennen, ist extrem weit von dem entfernt, was Israelis sich erhoffen. Dies ist: Rueckkehr in die Grenzen von '67, Beginn der Verhandlungen ueber Rueckkehrrecht/Entschaedigungen, Aufloesung aller Siedlungen, Jerusalem als geteilte Hauptstadt, ein vollkommen freies Palaestina, das tun und machen kann, was es will (inlusive Bewaffnung).

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Jahrgang 1968, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“ und für „Staat und Recht“.

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