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Dienstag, 14. Februar 2012
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SPD-Parteitag Gabriel verabschiedet Müntefering

14.11.2009 ·  Mit bewegenden Worten hat der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel seinen Vorgänger Franz Müntefering aus der Parteispitze verabschiedet. Auf dem Parteitag in Dresden sagte Gabriel: „Ein großer Sozialdemokrat verlässt die Brücke, aber nicht das Schiff.“

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Die SPD versucht sieben Wochen nach der für sie so verheerend ausgegangenen Bundestagswahl ihre Reihen zu schließen und sich für die Opposition zu rüsten. Auf dem Parteitag in Dresden kündigte am Samstag der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, an, seine Partei werde eine „Gegenmacht“ zur schwarz-gelben Bundesregierung sein. Steinmeier warf der Koalition ein „Schuldenmachen wie im Rausch“ vor. Der einstige Kanzlerkandidat der SPD sagte: „Da brechen alle Dämme.“ Vor seiner Partei liege eine „spannende Zeit“, da sie vor der Aufgabe stehe, sich „mal wieder“ neu zu erfinden.

Der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel verabschiedete mit bewegenden Worten seinen Vorgänger Franz Müntefering. Nach Abschluss der Vorstandswahlen sagte Gabriel am Samstag: „Ein großer Sozialdemokrat verlässt die Brücke, aber nicht das Schiff.“ Mit Blick auf die Wahlniederlage mahnte er: „Die SPD muss an der Regierung orientiert bleiben, das ist dein Vermächtnis, Franz, und das werden wir nicht vergessen.“ Gabriel machte seinen Vorgänger nicht für das schlechte Wahlergebnis verantwortlich und nahm ihn gegen den Vorwurf in Schutz, die Partei autoritär geführt zu haben. Am Vortag war Gabriel mit mehr als 94 Prozent der Stimmen zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählt worden. Zur Generalsekretärin wurde die Parteilinke Andrea Nahles gewählt, sie erhielt nicht einmal 70 Prozent der Stimmen. Der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, wurde mit dem zweitbesten Ergebnis zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt (89,6 Prozent).

Viele Delegierte äußerten in Dresden die Hoffnung, die SPD werde sich künftig geschlossener zeigen. „Der SPD ging es immer dann gut, wenn ihre beiden Flügel sich verstanden haben“, sagte Präsidiumsmitglied Martin Schulz dieser Zeitung. Mit Blick auf die selbstbewussten Untergliederungen des rechten wie des linken Flügels fügte er hinzu: „Unterfraktionen der beiden Flügel dürfen in der jetzigen Lage der Partei keine größere Rolle mehr spielen. Sie werden nicht aufgelöst, aber ich würde schon von einer Entfraktionierung der SPD sprechen.“

Quelle: FAZ.NET mit elo./reb. Video: Reuters
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