03.07.2004 · Der SPD-Chef verfolgt die Gründung einer neuen Linkspartei, die an diesem Samstag in Berlin vollzogen werden soll, mit Sorge. „Solche Initiativen nehme ich nicht leicht“, so Müntefering zur Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat sich besorgt über die Gründung einer neuen Linkspartei geäußert, die an diesem Samstag in Berlin stattfinden soll. "Solche Initiativen nehme ich nicht leicht", sagt Müntefering in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Müntefering warnte davor, eine solche Gruppierung zu unterstützen: "Wer sich jetzt Leuten anschließt, die etwas versprechen, was sie nicht werden halten können, der setzt viel aufs Spiel." Er glaube fest, "daß die Arbeiterbewegung nur erfolgreich sein kann durch den Schulterschluß von SPD und Gewerkschaften", sagte Müntefering. Die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften hätten "viele gemeinsame Interessen". Unter den Betriebsräten gebe es "eine Menge Leute, die unser Handeln sehr wohl verstehen. Das stimmt mich hoffnungsfroh", sagt Müntefering.
Er fügte hinzu: "Die Interessen von Arbeitnehmern vertritt, wer ihnen und ihren Kindern durch eine gute Wirtschaftspolitik Lohn und Brot sichert und ein würdiges Leben im Alter." Mit der Gewerkschaftsführung gebe es darüber "dringenden Klärungsbedarf".