03.11.2005 · Die Hoffnung, daß mit der raschen Benennung von Matthias Platzeck als Nachfolger des SPD-Vorsitzenden Müntefering ebenso rasch wieder Ruhe einkehren werde in der Partei, wird sich nicht erfüllen. Denn es war ein Putsch im Gange mit vielen Beteiligten. FAZ.NET-Spezial.
Die Hoffnung, daß mit der raschen Benennung eines Nachfolgers für den amtsverdrossenen SPD-Vorsitzenden ebenso rasch wieder Ruhe einkehren werde in der SPD, wird sich nicht erfüllen.
Denn weiten Teilen der Partei wird gerade erst bewußt, daß Franz Müntefering nicht wegen einer Abstimmungspanne geht, sondern weil ein Putsch gegen ihn im Gange war, wie kein Geringerer als der SPD-Linke Ludwig Stiegler öffentlich bezeugt hat: „Es gibt da eine Handvoll Leute, die haben das systematisch organisiert.“
Auch Gabriel war ein Mitverschwörer
Als führend beteiligt gelten, neben Andrea Nahles und Heidemarie Wieczorek-Zeul, eine Reihe Landesfürsten in der SPD.
Die Seeheimer, die zunächst nur gefordert hatten, Frau Wieczorek-Zeul möge zugunsten von Frau Nahles auf den Posten einer stellvertretenden Vorsitzenden verzichten, wenden sich nun auch dagegen, die „Königsmörderin“ Nahles mit dem zweithöchsten Parteiamt „zu belohnen“.
Daß sich der designierte Vorsitzende Matthias Platzeck nun offenbar doch nicht Sigmar Gabriel als neuen Generalsekretär wünscht, scheint nur allzu verständlich zu sein. Denn es dürfte sich inzwischen zu ihm herumgesprochen haben, daß auch Gabriel ein Mitverschwörer war.
... aber mit welchem Ziel?
Ansgar Delbeck (ansgardelbeck)
- 03.11.2005, 19:46 Uhr
Mitverschwörer
Heinz-Werner Raderschatt (HEWERA)
- 04.11.2005, 23:27 Uhr