30.05.2008 · Lässt sich das Glaubwürdigkeitsproblem der SPD tatsächlich noch vergrößern? Gesine Schwan soll die SPD aus der Depression holen. Die Kandidatin, die Beck nicht wollte, ist jetzt seine letzte Hoffnung.
Von Berthold KohlerLässt sich das Glaubwürdigkeitsproblem der SPD noch vergrößern? Der Parteichef Beck hat auch dafür einen Weg gefunden. Er bestreitet nun sogar, dass seine Partei ein Glaubwürdigkeitsproblem hat.
Warum aber sieht er sich zu einer so offenkundig falschen Behauptung genötigt? Weil die Frage, wer schuld an diesem Ansehensverlust sei, zwangsläufig zu ihm und seinen Wendungen im Verhältnis zur Linkspartei hinführt.
Da den Beteuerungen der SPD, sie werde mit der Gysi/Lafontaine-Partei im Bund nicht kooperieren, immer weniger Glauben geschenkt wird, sieht die Partei sich gezwungen, den gar nicht so alten Abgrenzungsschwur zu erneuern, der freilich auch ein Öffnungsbeschluss war.
Die Wiederholung des Eides stärkt seine Wirkung nicht. Geradezu konterkariert wird er aber durch das Vorhaben, Frau Schwan mit Hilfe der Linkspartei zur Bundespräsidentin wählen zu lassen.
Ist das nicht die Bundesebene? Das schert Beck nicht. Frau Schwan muss für ihn die SPD aus der Depression holen. Die Kandidatin, die Beck nicht wollte, ist jetzt seine letzte Hoffnung.
Von Hoffnungen und Sargnägeln
Wilhelm Friedrich (WillyF)
- 30.05.2008, 22:23 Uhr
Einfach gut, dieser Kommentar
Chi Tamago (tamago)
- 30.05.2008, 23:19 Uhr
Frau Schwan und ihre "Gegner"
Matthias Zinn (mattizinn)
- 31.05.2008, 09:44 Uhr
Kurt Beck hat sein "Heimat-Bundesland" sehr gut im Griff
Kevin Alonso (Ayers.Rock)
- 31.05.2008, 10:32 Uhr
Eine Kandidatin, die Beck nicht wollte.......?
wolf haupricht (emilgilels)
- 31.05.2008, 13:37 Uhr