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Spanien Fünf Verdächtige des Djerba-Attentats gefasst

08.03.2003 ·  Knapp ein Jahr nach dem Synagogen-Anschlag auf der tunesischen Ferieninsel Djerba sind fünf Verdächtige in Spanien gefasst worden. Die Festnahmen seien mit Hilfe der Polizei in Deutschland und Frankreich erfolgt.

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Knapp ein Jahr nach dem Synagogen-Anschlag mit 19 Todesopfern auf der tunesischen Ferieninsel Djerba sind fünf Verdächtige in Spanien gefasst worden. Ihnen werden Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Qaida von Usama bin Ladin zur Last gelegt, wie Innenminister Angel Acebes am Samstag in Santander mitteilte.

Die vier Spanier und der Pakistaner sollen über verschiedene Firmen die Aktivitäten von Terrorgruppen aus dem Umfeld Al Qaidas finanziert und Geld für sie gewaschen haben. Die Festnahmen seien mit Hilfe der Polizei in Deutschland und Frankreich erfolgt.

Internationaler Haftbefehl

Aus Paris liegt gegen die Festgenommenen zudem ein internationaler Haftbefehl wegen deren möglicher Verwicklung in das Djerba-Attentat vor. Dabei waren im April vergangenen Jahres 19 Menschen ums Leben gekommen, darunter 14 Touristen aus Deutschland und zwei aus Frankreich. Zu dem Anschlag hatte sich Al Qaida bekannt.

Die vier Spanier, darunter eine Frau, waren am Freitagabend von Antiterror-Einheiten in Valencia an der Mittelmeerküste gefasst worden. Der Pakistaner wurde in seinem Telefonladen in Logroño, der Hauptstadt der nordspanischen Weinbauregion La Rioja, gestellt. Das Geschäft befindet sich in der Nähe des Polizeihauptquartiers und des Rathauses. Anwohner berichteten, die Festgenommenen seien in keiner Weise aufgefallen. Bei dem Polizeieinsatz seien ein Dutzend Wohnungen durchsucht und zahlreiche Unterlagen sichergestellt worden, sagte Acebes.

Erst vor sechs Wochen hatte die spanische Polizei in Katalonien im Nordosten des Landes 16 mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder gefasst. Diese Festnahmen erwiesen sich nach späteren Erkenntnissen aber größtenteils als unbegründet. Die damals bei den Verdächtigen beschlagnahmten „Substanzen zur Herstellung von Bomben und chemischen Kampfstoffen“ entpuppten sich nach Laboranalysen als harmlose Putzmittel. Die 16 Algerier und Marokkaner sitzen weiter in Untersuchungshaft. Sie sollen vondem zuständigen Ermittlungsrichter am 18. März erneut vernommen werden.

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