http://www.faz.net/-gpf-8or4w

Soziale Netzwerke : Juncker fordert konsequentes Vorgehen gegen Falschmeldungen

  • Aktualisiert am

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Bild: Reuters

Glaubwürdigkeit sei das wichtigste Kapital sozialer Medien, sagt der EU-Kommissionspräsident. Daher liege es im eigenen Interesse von Facebook und anderen Netzwerken, Manipulationen zu verhindern.

          EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Unternehmen wie Facebook und Google dazu aufgerufen, konsequenter gegen Falschmeldungen im Internet vorzugehen. Es sei im eigenen Interesse der sozialen Netzwerke, dabei „einen gewissen Ehrgeiz“ zu entwickeln, sagte Juncker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Glaubwürdigkeit sei schließlich „ihr wichtigstes Kapital“.

          Juncker erinnerte an die Selbstverpflichtung sozialer Medien,
          Standards einzuführen, mit denen Manipulationen – etwa in Wahlkämpfen – verhindert werden können. „Wir werden genau prüfen, wie das umgesetzt wird.“

          Auch der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hatte zuvor bereits gefordert, härter gegen die Verbreitung von Falschmeldungen im Internet vorzugehen. Wenn eine freiwillige Selbstverpflichtung nicht ausreiche, müsse „der Gesetzgeber tätig werden - und zwar nicht nur national, sondern europäisch“, sagte der SPD-Politiker.

          Weitere Themen

          Merkel will illegale Einwanderung verhindern Video-Seite öffnen

          Bekämpfung von Fluchtursachen : Merkel will illegale Einwanderung verhindern

          Die Kanzlerin sagt aus Anlass des Besuches vom UN-Flüchtlingskommissar, sie wolle Flüchtlinge auf legalem Wege aufnehmen und illegale Einwanderung verhindern. Deutschland werde in dem laufenden Resettlement-Programm 10.000 Flüchtlinge aufnehmen, die vom UNHCR ausgewählt wurden.

          Grönland vor Machtwechsel Video-Seite öffnen

          Debatte um Unabhängigkeit : Grönland vor Machtwechsel

          Seit 2009 ist das dänische Arktisgebiet weitgehend selbständig, doch Kopenhagen kontrolliert noch die Außen- und Verteidigungspolitik. Aaja Chemnitz Larsen möchte das ändern und könnte damit mit der politischen Tradition ihres Landes brechen.

          Topmeldungen

          Der moderne Krieg : Wir müssen vorbereitet sein

          Die Sicherheitslage verschlechtert sich, Bedrohungen richten sich immer mehr gegen die Zivilgesellschaft. Was die Skandinavier dagegen tun, würde wohl auch John Lennon gut finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.