17.12.2008 · Niemand sollte sich Illusionen über die Piratenbekämpfung im Golf von Aden machen. Vermutet wird, dass die Hintermänner der Piraterie nicht in Somalia sitzen, sondern in westlichen Hauptstädten. Die Geldströme dorthin zu unterbrechen wäre die beste Anti-Piraterie-Maßnahme.
Von Günther NonnenmacherNiemand sollte sich Illusionen über die Piratenbekämpfung im Golf von Aden machen. Für die effektive Überwachung einer Wasserfläche von annähernd einer Million Quadratkilometer wären nach Schätzungen, die je nach Wetterlage und Jahreszeit stark variieren, zwischen 90 und 500 Schiffe nötig - ein Vielfaches dessen, was tatsächlich aufgeboten wird.
Klar ist auch, dass die Piraterie nur eine der Metastasen ist, die von dem eigentlichen Krebsgeschwür ausgehen, dem gescheiterten Staat Somalia, der sich zum Tummelplatz von Islamisten und Terroristen entwickelt hat. Ob die Ausweiterung des UN-Mandats auf das somalische Festland sinnvoll ist, bleibt selbst unter Militärs umstritten. Dass die Bundesmarine sich daran nicht beteiligen darf, ist also keine tiefgreifende Einschränkung ihres Auftrags.
Vermutet wird, dass die Hintermänner und Profiteure der Piraterie nicht in Somalia sitzen - die Piraten sind meist arme Fischer, die ihren Lebensunterhalt verloren haben -, sondern in westlichen Hauptstädten. Die Geldströme dorthin zu unterbrechen wäre die beste Anti-Piraterie-Maßnahme.
Werden die Piraten etwa vom britischen Geheimdienst bezahlt?
Konstantin Schneider (bundesboy)
- 17.12.2008, 20:22 Uhr
Genau meine Worte
Herold Binsack (Devin08)
- 17.12.2008, 20:29 Uhr
Eine Million Quadratkilometer Wasserfläche
Sönke Peters (soenkepeters)
- 17.12.2008, 21:45 Uhr
Versenkt oder kapert die Mutterschiffe...
Christian Bartke (DerBartke)
- 17.12.2008, 22:13 Uhr
@ Konstantin Schneider (bundesboy) Oh, SANCTA SIMPLICITAS!
Sönke Peters (soenkepeters)
- 17.12.2008, 22:25 Uhr