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Solidarität mit Beitrittsländern Blair distanziert sich von Chirac

19.02.2003 ·  In einem Brief an die EU-Beitrittskandidaten hat der britische Premierminister Tony Blair sich von deren Ausschluss vom Irak-Sondergipfel der EU distanziert.

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In einem Brief an die EU-Beitrittskandidaten hat der britische Premierminister Tony Blair sich von deren Ausschluss vom Irak-Sondergipfel der EU distanziert.

Wie in Brüssel aus Kreisen der griechischen Ratspräsidentschaft verlautete, richtete Blair den Brief an alle 13 Beitrittsländer. Einer der Presse zugespielten Kopie des Briefes an den rumänischen Ministerpräsidenten Adrian Nastase zufolge bedauerte Blair „zutiefst, dass kein Einvernehmen über die Beteiligung der Regierungen der Beitrittsländer an dem Sondergipfel gefunden wurde“. „Wie Sie wissen, habe ich mich für Ihre Anwesenheit eingesetzt und dafür, dass Sie an der Debatte teilnehmen“, hieß es demnach weiter.

Politik der Briefwechsel

Im Gegensatz dazu hatte Frankreichs Präsident Jacques Chirac mit scharfen Worten die Beteiligung der Beitrittsländer an der Irak-Debatte kritisiert. Die Kandidaten hätten besser die Klappe gehalten, sagte Chirac nach dem Gipfel. Polen, Tschechien und Ungarn hatten sich Ende Januar neben drei EU-Staaten einem von Blair und seinem spanischen Kollegen José Maria Aznar initiierten Offenen Brief an die amerikanische Administration angeschlossen. Darin betonten sie die transatlantische Allianz und grenzten sich damit von der kritischen Haltung Frankreichs und Deutschlands ab.

Sofia bestellt Botschafter ein

Nach der Kritik des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac an der Irak-Politik der EU-Beitrittskandidaten hat Bulgarien den Pariser Botschafter Jean-Loup Kuhn-Delforge einbestellt. Präsident Georgi Parwanow habe ihm seine Besorgnis über die „emotionale Stellungnahme“ Chiracs kundgetan, erklärte das Präsidentenamt am Mittwoch. Bulgarien beharre auf „gegenseitigem Respekt zwischen den EU-Mitgliedern und Anwärtern, zwischen großen und kleinen Staaten“.

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