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Trittin greift CSU und FDP an : „Wie bei Hempels unterm Sofa“

  • Aktualisiert am

Jürgen Trittin gehört zum linken Flügel der Grünen. Bild: dpa

Gerade haben die Grünen ihre Zustimmung für Jamaika-Gespräche gegeben, da teilt der linke Flügel schon gegen die potentiellen Partner aus. Von Jürgen Trittin bekommen CSU und FDP eine verbale Breitseite ab.

          Der Grünen-Unterhändler für eine Jamaika-Koalition und Partei-Linke Jürgen Trittin sieht eine Vergabe des Finanzministeriums an die FDP skeptisch. „Dass nun ausgerechnet die FDP zum Finanzministerium greifen möchte, finde ich schon einigermaßen abenteuerlich, sagte Trittin am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Die FDP sei die Partei, die Griechenland aus dem Euro rausmobben und ein Austrittsrecht aus dem Euro einführen wolle.

          „Ein Finanzminister von der FDP wäre eine Kampfansage an Europa und ich glaube nicht, dass das trägt“, sagte Trittin, der zu den 14 Mitgliedern des Verhandlungsteams der Grünen zählt. Der Ministerposten wird frei, weil Amtsinhaber Wolfgang Schäuble Bundestagspräsident werden soll. Die FDP hat bereits Interesse am Finanzministerium durchblicken lassen.

          Der Start der Sondierungen sei derzeit nicht absehbar, sagte Trittin. „Die können erst beginnen, wenn die Union, aber auch die CDU und CSU sich sortiert haben.“ Beide Parteien hätten herbe Verluste bei der Bundestagswahl eingefahren. Besonderen Klärungsbedarf habe die CSU: „Da geht es intern inzwischen zu wie bei Hempels unterm Sofa.“ Die Grünen wüssten nicht, ob sie mit dem derzeitigen CSU-Chef oder einem möglichen Nachfolger sondieren würden. „Ist das Horst Seehofer noch? Oder ist das schon Markus Söder?“

          Zu den Voraussetzungen einer Jamaika-Koalition sagte Trittin: „Dazu werden wahrscheinlich die CDU ökologischer, die FDP sozialer und die CSU liberaler werden.“ Auf die Frage, wie die Grünen werden würden, antwortete er: „linker.“

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