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Sicherheit Vereinigte Staaten verlängern Frist für neue Biometrik-Pässe

11.08.2004 ·  Präsident Bush hat die Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen um ein Jahr verlängert. Damit können Deutsche bis zum 26. Oktober 2005 weiterhin ohne Visum einreisen.

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Präsident George W. Bush hat die Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen um ein Jahr verlängert. Das teilte der stellvertretende Außenamtssprecher Adam Ereli am Dienstag in Washington mit. Damit können Deutsche, Schweizer und Österreicher sowie Reisende aus 24 anderen Ländern bis zum 26. Oktober 2005 weiterhin ohne Visum in die Vereinigten Staaten einreisen und dort 90 Tage lang bleiben.

Die Regierung reagierte mit dieser Entscheidung offenbar auf den Einwand der Europäischen Union, daß die frühere Frist von 26. Oktober 2004 aus technischen Gründen nicht eingehalten werden könne. Biometrische Merkmale sind beispielsweise Fingerabdrücke, Gesichtsgeometrie sowie Iris-Erkennung.

Elektronische Fingerabdrücke werden eingeführt

Eine Regelung des amerikanischen Ministeriums für Heimatschutz sieht allerdings vor, daß vom 30. September dieses Jahres an von beiden Zeigefingern der Einreisenden elektronische Abdrücke gemacht werden. Außerdem wird ein digitales Foto aufgenommen, um die Identität des Reisenden zu überprüfen.

Die Verschiebung der Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen ist nach den Worten Erelis notwendig geworden, um eine mögliche Unterbrechung des internationalen Reiseverkehrs zu verhindern. Außerdem soll den betreffenden Ländern eine angemessene Zeit gegeben werden, um sichere biometrische Pässe herzustellen.

Der amerikanische Kongreß hatte ursprünglich eine Frist bis zum 26. Oktober dieses Jahres gesetzt. Danach sollten Inhaber neuer Pässe, die keine biometrischen Merkmale enthalten, gezwungen werden, vor der Reise in die Vereinigte Staaten ein Visum zu beantragen. Das hätte die amerikanische Botschaften in Europa und anderen Ländern aber mit Anträgen überschwemmt, befürchtete das amerikanische Außenministerium. Weil kein Land der Welt es geschafft hätte, die Frist einzuhalten, hatte sich die amerikanische Regierung selbst für eine Verlängerung ausgesprochen.

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