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Saudi-Arabien Neue Terrordrohung gegen Fluggesellschaften

 ·  In einer angeblich von Al Qaida in Saudi-Arabien stammenden Erklärung auf einer Internet-Seite wird mit Anschlägen auf Fluggesellschaften Amerikas und anderer Länder des Westens gedroht.

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Die Terrororganisation Al Qaida droht laut einer islamistischen Website mit Terroranschlägen auf westliche Fluggesellschaften. Die Website veröffentlichte am Montag eine angebliche Botschaft der Al Qaida auf der saudiarabischen Halbinsel, wonach die Organisation mit Anschlägen auf Airlines sowie auf von westlichen Ausländern besuchte Einrichtungen in Saudi-Arabien droht.

Konkret wird mit Anschlägen auf Wohnungen von Ausländern, Verkehrsmittel - insbesondere westliche und amerikanische Fluggesellschaften - und auf Militärstützpunkte gedroht. Die „Kreuzritter sind das direkte Ziel unserer nächsten Operationen“, heißt es auf der Website.

Vertreibung „christlicher Kreuzfahrer“ angedroht

In einer Internet-Botschaft zum Geiseldrama von El Chobar in Saudi-Arabien hatte der Chef der Al Qaida am Golf, Abdulasis el Mukrin, vor wenigen Tagen angekündigt, „die arabische Halbinsel von den Ungläubigen zu säubern“. Christliche „Kreuzfahrer“ sollten aus der Region vertrieben und das „Land der Moslems befreit und die Scharia durchgesetzt werden“. Al Qaida hatte sich zu den Angriffen in El Chobar mit 22 Toten am Pfingstwochenende bekannt.

In jüngster Zeit häufen sich Angriffe auf Ausländer in Saudi-Arabien. Erst am Sonntagabend waren in Riad zwei für den britischen Sender BBC arbeitende Journalisten von mutmaßlichen Extremisten angegriffen worden. Ein irischer Kamermann wurde getötet, sein britischer Kollege lebensgefährlich verletzt. Dem Attentat ging eine Serie von Gewalttaten gegen Ausländer in dem Königreich voraus. Am Mittwoch wurde ein amerikanischer Soldat in Riad beschossen und verletzt. Am 22. Mai wurde ein deutscher Angestellter der Saudi Arabia Airlines in Riad erschossen. Am 1. Mai wurden am Ölhafen Janbu sechs westliche Ausländer getötet.

Der G8-Gipfel als Ziel von Anschlägen?

Amerikanische Behörden fürchten, daß der G8-Gipfel ein potentielles Ziel von Al Qaida sein könnte. In Georgia hat die Polizei vorsorglich gewarnt, daß der Straßenverkehr durch die zahlreichen Militärkontrollen in der Gegend zum Erliegen kommen könnte. Auf Sea Island selbst sind normale Menschen während des Gipfels ausgeschlossen. Seit Samstag werden Autos auf einer gut sechs Kilometer langen Verbindungsbrücke von Soldaten kontrolliert. Auf der Zufahrtsstraße nach Sea Island wurde sogar ein zwei Meter hoher Doppelzaun errichtet.

Im historischen Stadtzentrum von Savannah, 130 Kilometer nördlich von Sea Island, fuhren bereits am Montag schwere Geländewagen des Heeres in Wüstenbemalung über die Pflasterstraßen. Der Savannah River wird von Booten der Küstenwache kontrolliert, die mit Maschinengewehren ausgerüstet sind. „Das ist schon etwas abschreckend für Besucher“, sagt Liz Demos, die in der Innenstadt ein Möbelgeschäft besitzt. „Es ist schwer, die Stadt zu genießen, wenn Humvees an einem vorbei fahren.“ Mit Touristen werden in Savannah jährlich eine Milliarde Dollar umgesetzt. Für Geschäftsleute ist der Gipfel deshalb ein harter Schlag. Dabei bleiben viele Vorsichtsmaßnahmen im Verborgenen. „Einige der Sicherheitsmaßnahmen sind sichtbar“, sagt Secret-Service-Sprecher Thomas Mazur. „Viele sind es aber nicht.“

Quelle: @tor, mit Material von AFP, Reuters und AP
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